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Archiv für November, 2008

Noch kein Weihnachtsgeschenk für die Lieben? Kein Problem. Es gibt ja Bücher. Und einige ganz großartige Bildbände – ideal um sie unter dem Weihnachtsbaum zu präsentieren – sind in diesem Herbst erschienen. Interessiert? Dann freuen Sie sich auf die nächsten Posts auf dem Lesenblog:

  • Anna Lambert „Stilleben“
  • Olivier Föllmi „Asien“
  • Iben und Niels Ahlberg „Home sweet Home“
  • Simone und Inés Ortega „1080 Rezepte“
  • Wim Pauwels „Wohnen – klar.pur.modern“
  • Frédéric Soltan/Dominique Rabotteau „Indien – Wiege der Spiritualität“
  • Felix Scheuerpflug „Luciano Pavarotti“
  • Estelle Ellis/Caroline Seebohm „Mit Büchern leben“
  • Antony Shugaar/Catherine Donzel/Marc Walter „Legendäre Reisen in Nordamerika“
  • Reinhard Michl „Bilder Buch Leben“

Ab 4. Dezember (wie immer alle zwei Tage neu) auf dem Lesenblog. Reinschauen lohnt.

Peter Pragal „Der geduldete Klassenfeind – Als West-Korrespondent in der DDR“, 304 Seiten, 19,95 €, Osburg, ISBN: 978-3940731098;

Das Leben der Anderen mal ganz anders. Der ehemalige SZ-Journalist Peter Pragal war von 1974 bis 1990 mit einer Unterbrechung Korrespondent in der DDR. Der erste, der sich dem zweiten deutschen Staat mit Haut und Haaren widmete, spricht: Er lebte mit seiner Familie in Ost-Berlin und war kein Pendler, wie seine Kollegen. Sein amüsantes, aber ebenso kritisches Buch liefert sehr interessante Einblicke.

Eine ganze Welt ohne ein Wort

Shaun Tan „Ein neues Land“, 128 Seiten, 29,90 €, Carlsen, ISBN: 978-3551734310;

Was für ein unglaubliches Buch! In fantastischen braun-weißen Bildern und ohne ein Wort erzählt Shaun Tan, Australier mit malayischen Vorfahren, eine Einwanderungsgeschichte. Der Ort erinnert manchmal an New York, ist aber eigentlich beliebig, so wie die dargestellten Menschen. Migration ist immer und überall. Comic oder Bilderbuch? Ein Meisterwerk der „Graphic Novel“.

Stephenie Meyer „Seelen“, 861 Seiten, 24,90 €, Carlsen, ISBN: 978-3551581907;

Noch so ein Schmöker wie Harry Potter? „Seelen“ hat jedenfalls das Zeug zum Kult, wie schon Stephenie Meyers weltweit erfolgreicher Erstling „Bis(s) zum Morgengrauen“. Die Autorin über ihr Buch: „,Seelen‘ ist Science-Fiction für Menschen, die Science-Fiction nicht mögen.“

George Steinmetz „Afrika – Das Glück der Weite“, 215 Seiten, 39,90 €, Frederking & Thaler, ISBN: 978-3894057145;

Wer Afrika liebt, wird dieses Buch nicht mehr aus der Hand geben. Der kalifornische Fotograf George Steinmetz hat den Kontinent in allen Richtungen überquert, von Nord nach Süd und Ost nach West und dabei fantastische Bilder geschossen – eine unglaubliche Vielfalt an Farben und Formen.

Friederike Schröter/Claus Gerlach „Die Vierte Gewalt“, 300 Seiten, 17,50 €, Kadmos-Kulturverlag, ISBN: 978-3865990693;

Ja, ich habe noch eins! Ein Exemplar dieses Buchs, in dem das (autorisierte) Interview mit taz-Chefredakteurin Bascha Mika enthalten ist, dass sie im Oktober dann auf gerichtlichem Wege per Einstweiliger Verfügung streichen ließ und somit den Verlag zwang, die Auflage zurückzuziehen. Die feine Art ist das nicht – vor allem nicht wenn Journalisten auf diese Weise Journalisten blockieren.

Norbert Niemann „Willkommen neue Träume“, 608 Seiten, 24,90 €, Hanser, ISBN: 978-3446209947;

So ist’s recht: Oberbayern steht in diesem Roman im Mittelpunkt. Norbert Niemann hat sich allerdings für seine gut 600 Seiten allerhand vorgenommen. Der Kulturredakteur Asgar Weidenfeldt kehrt aus Berlin zurück, in seine Heimat am Chiemsee, zu einem Fest der Mutter. Und hier, in der Provinz, entfaltet sich das gesellschaftliche Spektrum in seiner ganzen Breite.

Krematorium für eine ganze Gesellschaft

Rafael Chirbes „Krematorium“, 432 Seiten, 22 Euro, Antje Kunstmann, ISBN: 978-3888975219;

Als ob Rafael Chirbes geahnt hätte, dass die Finanzmärkte zusammenbrechen: „Krematorium“, der Abschluss seines dreiteiligen Porträts der spanischen Gesellschaft, ist eine Abrechnung mit einem ausufernden, menschenfeindlichen Kapitalismus, erzählt aus der Perspektive einer Familie – einer kaputten Familie.

Peter Orner „Die Wiederkehr der Mavala Shikongo“, 344 Seiten, 21,50 €, Hanser, ISBN: 978-3446230606;

Was für Ostdeutschland der Fall der Mauer und für Gesamtdeutschland die Wiedervereinigung im Oktober 1990, das ist für Namibia der Befreiungskrieg und die Staatsgründung im März 1990. Nicht von ungefähr, dass beide geschichtlichen Einschnitte fast zur selben Zeit stattfanden. Nur, bis heute ist der namibische Bürgerkrieg ein Tabuthema in Namibia.

Was im Leben so alles drinsteckt

Hansjörg Schertenleib „Das Regenorchester“, 234 Seiten, 19,95 €, Aufbau, ISBN: 978-3351032371;

Hansjörg Schertenleib ist so ein Wanderer zwischen den Welten. Der 51-Jährige, einer der bekanntesten Schweizer Autoren, lebt abwechselnd in Zürich und in Irland. Diesen Kultursprung hat er auch in seinem neuesten Buch thematisiert – eine zauberhafte Geschichte von Nähe und Vertrauen.

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