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Archiv für die 'Afrika' Kategorie

Fabian von Poser „Namibia – Durch die Augen des Geparden“, 131 Seiten, 14,90 €, Picus, ISBN: 978-3854529750;

Barbara Denscher „Armenien – Im Schatten des Ararat“, 131 Seiten, 14,90 €, Picus, ISBN: 978-3854529774;

Zwei Bildbände ohne Bilder: Fabian von Poser und Barbara Denscher beschreiben in ihren Reisereportagen zwei faszinierende Gegenden – das ehemals deutsche Namibia und die armenisch-türkische Grenzregion um den sagenhaften Berg Ararat, wo der Legende nach einst die Arche Noah strandete.

Michael Poliza „Classic Africa“, 320 Seiten, 98 €, Te Neues, ISBN: 978-3832793746;

Dieser Bildband ist zweifelsohne die schönste Neuerscheinung dieses Winters. Ein prachtvoller Bildband mit Fotos eines der besten Fotografen der Gegenwart. 98 Euro sind ein stolzer Preis, aber für das in Wildlederoptik eingebundene Buch durchaus angemessen. Ein Geschenk für besonders liebe Freunde.

Hartmut Pogge von Strandmann „Imperialismus vom Grünen Tisch“, 528 Seiten, 49,90 €, Ch. Links, ISBN: 978-3861535010;

Als die Welt schon verteilt war, da kamen dann endlich auch die Deutschen. Die europäischen Staaten hatten Amerika, Afrika, Asien und alle möglichen Inseln längst unter sich verteilt, als auch Deutschland Ende des 19. Jahrhunderts zugriff. Die Motive dieser Außenpolitik und die Funktion des sogenannten Kolonialrats hat Hartmut Pogge von Strandmann untersucht.

Thorsten Milse „Afrikas letzte Wildnis“, 176 Seiten, 39,90 €, Frederking & Thaler, ISBN: 978-3894057688;

Die Skelettküste Afrikas letzte Wildnis? Auf jeden Fall ist sie dem Zugriff der Menschen weitgehend ferngehalten, ist sie doch im nördlichen Teil Sperrgebiet (und nur für ausgewiesene Parkranger zuänglich), in dem nur wenige Leute Zutritt haben und im südlichen Bereich werden Diamanten gefördert. Auch dies ist Sperrgebiet, aus anderen Gründen.

Thomas von Steinaecker „Schutzgebiet“, 384 Seiten, 19,90 €, Frankfurter Verlagsanstalt, ISBN: 978-3627001605;

Schutzgebiet

Literatur ist die Darstellung einer erfundenen Geschichte, um ein real existierendes Problem pointiert darzustellen. Ist da so? Klingt nach Deutschlehrer? Aber womöglich würde Thomas von Steinaecker das unterschreiben. Der Schriftsteller hat eine afrikanische Kolonie erfunden und erzählt eine amüsante Geschichte, die als Räuberpistole gelesen werden kann, aber auch als Analogie zur jüngsten Wirtschaftskrise.

Christian Heeb/Roland F. Karl „Namibia“, 191 Seiten, 49,90 €, Bruckmann, ISBN: 978-3765448706;

Namibia

Mehr als 100 Bücher hat der Schweizer Fotograf Christian Heeb veröffentlicht. Daraus kann man schon schließen, dass er weiß, was seine Leser wollen. Namibia ist in Deutschland ein beliebtes Reiseziel bei gut gebildeten, älteren, vermögenden Menschen. Die möchten die Naturschönheiten des Landes sehen, freuen sich, wenn sie auf einer deutschsprachigen Lodge übernachten können und wissen ein bisschen was über die koloniale Vergangenheit. Für die ist dieser Bildband genau richtig.

Ulf G. Stuberger „Ich war ein weißer Farmer in Afrika“, 256 Seiten, 19,95 €, Herbig, ISBN: 978-3776625752;

stuberger_farmer

Dieses Buch ist dreist. Da lässt sich ein angeblich von der RAF verfolgter deutscher Journalist, Eselexperte und überaus begeistert von sich selbst, als Bauer in Namibia nieder, scheitert im Unfrieden mit seinem Verpächter, kehrt zurück und tritt noch einmal voll nach: Die deutschstämmigen Namibianer sind Sklaventreiber, Rassisten und sonstige Ausbeuter. Schöne Scheiße, fällt mir dazu nur ein.

Die Sehnsucht nach Malindi

Troy Blacklaws „Malindi“, 283 Seiten, 19,80 €, Liebeskind, ISBN: 978-3935890502;

malindi

Malindi, was für ein Name. Malindi klingt nach Palmen, Strand und Einsamkeit. Und der Ort an Kenias Küste ist die große Sehnsucht des weißen Jungen. Dorthin, so glaubt er, ist sein Vater verschwunden. Aber idyllisch ist der Debütroman des Südafrikaners Troy Blacklaws ganz und gar nicht.

Hans Christian Buch „Sansibar Blues“, 240 Seiten, 28 €, Eichborn, ISBN: 978-3821862187;

sansibar

Sansibar kennt jeder, denn Alfred Anders „Sansibar oder der letzte Grund“ ist seit Jahrzehnten Pflichtlektüre im Deutschunterricht. Dass Sansibar (als Tauschobjekt für Helgoland) auch mal einen Moment lang deutsche Geschichte schrieb, wissen schon weniger. Und der fabelhafte Hans-Christoph Buch hat darum noch noch eine pittoreske Geschichte geschrieben.

John O. Hunwick/Alida Jay Boye „Timbuktu“, 175 Seiten, 39 €, Frederking & Thaler, ISBN: 978-3894057558;

timbuktu

Wer Timbuktu hört, der denkt bestimmt nicht an eine 30.000-Einwohner-Stadt irgendwo in Afrika. Tuimbuktu, das klingt bis heute nach Geheimnissen, nach blaugewandeten Kriegern, die auf Kamelen durch die Wüste reiten, nach mit Schätzen beladenen Karawanen.

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