Feeds
Artikel
Kommentare

Archiv für die 'Roman' Kategorie

Pause!

Liebe Leser,

wir bitten um ein wenig Geduld. Nächste Woche ziehe ich nach Frankfurt, wo ich am 1.2. die Chefredaktion der Neuen Presse übernehme. Zum Lesen ist gerade wenig Zeit. Wir bitten daher um ein paar Wochen Geduld, dann folgen wieder Buchbesprechungen.

Beste Grüße
Joachim

Die Kunstwelt, die sie (nicht) liebt

Siri Hustvedt „Die gleißende Welt“, 496 Seiten, Rowohlt, 22,95 €, ISBN: 978-3498030247;

Hustvedt_Welt

Schade, mit „Was ich liebte“ veröffentlichte Siri Hustvedt vor zwölf Jahren einen wahrhaft großen Roman, aber seither kam aus der Schreibstube der New Yorker Autorin nichts Vergleichbares mehr. Das gilt leider auch für den aktuellen Roman „Die gleissende Welt“.

Manfred Rumpl „Reisende in Sachen Relativität“, 289 Seiten, Picus, 22,90 €, ISBN: 978-3711720207;

Scan

Das Wort von „Schrödingers Katze“ hat ihn überdauert. Dabei wissen wir heute nur noch wenig über Erwin Schrödinger, Zeitgenossen und Freund von Albert Einstein. Weil er entdeckte und belegte, dass sich kleinste Teilchen wie Wellen verhalten, bekam der österreichische Quantenphysiker ebenfalls den Physik-Nobelpreis verliehen.

Matthew Thomas „Wir sind nicht wir“, 896 Seiten, Berlin, 24,99 , ISBN: 978-3827012067;

Thomas_Wir

New York, zur Mitte des vorigen Jahrhunderts. Sehnsuchtsort nicht nur für die irischstämmige Einwandererfamilie Tumulty, deren Geschichte hier über drei Generationen erzählt wird. Im Mittelpunkt steht Eileen, die nur ein Ziel hat, der Enge und Armut ihrer Eltern – sie Alkoholikerin, er wettsüchtig – zu entkommen.

Liebe im alten London

Sadie Jones „Jahre wie diese“, 416 Seiten, DVA, 19,99 €, ISBN: 978-3421046291;

Jones_Jahre

London in den wilden 70ern. Ein London, das es nicht mehr gibt. Damals war Europas Kapitale wild, im Aufbruch, aber auch rassistisch, voller Unruhe eben. Heute ist selbst das einst abgefuckte East-End wie der Rest der Stadt: posh, aufgeräumt und teuer (Ich weiß das, ich war vorige Woche dort). Sadie Jones schrieb eine wunderbare Liebesgeschichte.

Als die Mauer doch nicht fiel

Thomas Brussig „Das gibts in keinem Russenfilm“, 384 Seiten, S.Fischer, 19,99 €, ISBN: 978-3100022981;

Brussig_Russen

Und noch so ein Wenderoman. Oder? Der Schriftsteller Thomas Brussig erzählt die Geschichte des großen Schriftstellers Thomas Brussig. Echt jetzt? Halt, das ganze ist eine Charade. Denn Brussigs DDR lebt auch nach 1989 fort. Die Mauer fällt nicht, und auch sonst ist alles ganz anders.

Pubertät in der Wende

Peter Richter „89/90“, 416 Seiten, Luchterhand, 19,99 €, ISBN: 978-3630874623;

Richter_89

1989, 1990 – Zeitenwende in Deutschland. Unblutige Revolution, Ende der Diktatur, Wiedervereinigung, Auflösung der DDR. Peter Richter, aufgewachsen in Dresden und damals gerade 16 Jahre alt, erzählt den Untergang des Staats seiner Kindheit als Farce.

Ausweg Obersturmbannführer

Jenna Blum „Die uns lieben“, 518 Seiten, Aufbau, 19,95 €, ISBN: 978-3351035884;

Blum_Lieben

Eine deutsche Geschichte, geschrieben von einer Amerikanerin. 90er Jahre, New Heidelberg in USA. Trudys Mutter Anna verbirgt ein düsteres Geheimnis. Deshalb ist die Beziehung zwischen Anna und ihrer Tochter, einer Geschichtsprofessorin in den 50ern eher schlecht. Bis Trudy anfängt hinter die Geschichte ihrer Mutte rzu kommen.

Die Geschichte einer Flucht

Anna Seghers „Das siebte Kreuz – Roman aus Hitlerdeutschland“, 448 Seiten, Aufbau, 20 €, ISBN: 978-3351036034;

Seghers_Kreuz

Ein Klassiker, Weltliteratur – neu aufgelegt. Anna Seghers, die als Netty Reiling geboren wurde, beschreibt in dem 1942 geschriebenen Roman einer dramatischen Flucht eigene Erlebnisse im Dritten Reich. Sechs Flüchtlinge aus dem KZ werden aufgegriffen und an Holzkreuzen aufgehängt, das siebte Kreuz aber bleibt frei. Georg Heisler ist entkommen.

Was passiert wäre, wenn

Steffen Kopetzky „Risiko“, 731 Seiten, Klett-Cotta, 24,95 €, ISBN: 978-3608939910;

Kopetzky_Risiko

Ach, ist das schön, dass solche Bücher heute noch geschrieben werden. Ein Abenteuerroman, ein Ritt durch den Orient, eine Wahnsinnsreise und das fulminant erzählt. Und auch noch nach einer wahren Begebenheit: der Niedermayer-Hentig-Expedition von 1916. Als die Deutschen in Kabul einen Dschihad gegen die britischen Besatzer anzetteln wollten, um den Krieg vorzeitig zu beenden.

Nächste »