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Archiv für April, 2008

John O’Hara „BUtterfield 8“, 332 Seiten, 19,90 €, C. H. Beck, ISBN: 978-3406570339;

Gute Literatur wird nie alt. Und so dürfen wir den längst verstorbenen John O’Hara wieder kennenlernen. Nach „Begegnung in Samarra“ hat der Münchner Beck-Verlag nun auch dessen zweiten großen Roman veröffentlicht. Und wieder geht es um eine dekadente Gesellschaft – das New York der 1930er Jahre.

Birgit Pelzer-Reith „Venus, Schildpatt, Knallgarnele“, 304 Seiten, 19,90 €, Mare-Buchverlag, ISBN: 978-3866480858;

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„Alles außer Fisch“, der Untertitel sagt es schon: Dies ist kein Nachschlagewerk für Hobby-Angler.  Die Molekularbiologin Pelzer-Reith hat allerlei Wissenswertes über den größten  Lebensraum unseres Planeten zusammengetragen – und zeigt einmal mehr, wie wenig wir bis heute über dieses Ökosystem wissen.

Drago Jancar „Katharina, der Pfau und der Jesuit“, 472 Seiten, 24,90 €, Folio-Verlag, ISBN: 978-3852563749;

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Es war eine wüste, unruhige Zeit, dieses 18. Jahrhundert. Die Aufklärung breitete sich aus, Johann Sebastian Bach schrieb seine unvergängliche Musik und Johann-Wolfgang von Goethe den „Faust“. Großbritannien, Frankreich, Spanien und England führen Krieg um die Weltherrschaft. Und im Herzen Europas wollen eine junge Frau und ein abtrünniger Jesuit von Laibach nach Köln am Rhein pilgern.

George Lakoff/Elisabeth Wehling „Auf leisen Sohlen ins Gehirn“, 192 Seiten, 17,95 €, Carl-Auer-Verlag, ISBN: 978-3896706348;

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Eins hat sich seit 1945 nicht geändert: Die Trends in den USA, werden spätestens zehn oder 20 Jahre später auch nach Deutschland kommen. Das gilt für Felder wie die Mediennutzung (der Niedergang der gedruckten Zeitung ist kein alleiniges US-Phänomen mehr), und das gilt auch für  die politische Kommunikation: Je prägnanter der Slogan umso stärker die Wahrnehmung beim Wähler.

Kenneth W. Ford „Wie klein ist klein?“, 397 Seiten, 19,90 €, Ullstein, ISBN: 978-3550087158;

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Wie klein ist klein, und das auch noch ganz klein als Titel für dieses Buch? Die Quantentheorie hat längst die Expertenebene verlassen. Alle reden vom Quantensprung und von Unschärferelation, aber wer weiß wirklich, um was es geht? Kenneth W. Ford jedenfalls ist ein guter Lehrer. Ob danach jeder versteht, um was es in der Welt der kleinsten Teilchen geht, darf indes trotz guten Willens bezweifelt werden.

Elliot Perlman „Sieben Seiten der Wahrheit“, 861 Seiten, 22,95 €, DVA, ISBN: 978-3421043412;

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Es gibt nicht Schlimmeres als eine Beziehung, nichts Schlimmeres, nicht Schöneres, nichts Schwierigeres. Und beide Beteiligten bewerten ihre Beziehung völlig anders, abhängig von ihrer Geschichte, ihrer Prägung, ihrer Persönlichkeit. In seinem zweiten Roman schildert der Australier Perlman (der erste, der in Deutschland erscheint) sogar sieben Perspektiven einer Geschichte und wird auf knapp 800 Seiten niemals langweilig.

Bethan Roberts „Stille Wasser“, 320 Seiten, 19,90 €, Verlag Antje Kunstmann, ISBN: 978-3888975141;

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Es geht um Robert, aber auch um Howard und Kathryn, dessen Eltern. Es geht um Roberts Schwarm Joanna, es geht um das Leben in einer tristen englischen Kleinstadt, um die enttäuschten Hoffnungen und die unerkannten Fehler: Robert, 16, ist tot. Es ist Weihnachten 1985.

Philippe Lechermeier/Rébecca Dautremer „Prinzessinnen“, 92 Seiten, 19,95 €, Verlag cbj, ISBN: 978-3570133545;

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Dies ist ein Lexikon, ein ganz besonderes Lexikon wohlgemerkt. Denn hier ist alles Wissen zusammengetragen über Prinzessinen, über deren Eigenarten, über Vertraute, über deren Herkunft und über deren Heimlichkeiten. Und bestimmt kennt sich jeder der kleinen und großen Leserinnen in diesem zauberhaften Bilderbuch irgendwo wieder. Ich jedenfalls tat es!

Esther und Jerry Hicks „The Law of Attraction“, 256 Seiten, 16,90 €, Allegria-Verlag, ISBN: 978-3793421245;

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Kennen Sie LOA? Nein, das ist keine Partei und auch nicht die Abkürzung für eine neue Verbraucher-Gruppe mit viel Geld und wenig Kindern. Nein, LOA steht für „Law of Attraction“, das – wie es heißt – kosmische Gesetz der Anziehung.

Jo Lendle „Die Kosmonautin“, 192 Seiten, 16,95 €, DVA, ISBN: 978-3421043436;

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Über dieses Buch wird sich Reinhold Krämmel sicherlich freuen. Der Bauunternehmer aus Wolfratshausen südlich von München ist Honorarkonsul von Kasachstan. Der „Borat“-Film, der sein Lieblingsland als mittelalterlich und unzivilisiert darstellte, ist vergessen. Jo Lendles Roman schildert die Ex-Sowjetrepublik in einem positiven Licht.

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