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Archiv für die 'Naturwissenschaft' Kategorie

Was ist faszinierender als der Blick über die Erde hinaus? Die Astrophysik richtet heute den Blick in extreme Ferne, zurück in die Vergangenheit und hinein in kleinste Teile und in exotischste Weltmodelle. Den nachfolgenden acht Autoren gelingt es, auch uns normalen Lesern dieses Wissen näherzubringen – die wichtigsten Astrophysik-Neuerscheinungen der vergangenen beiden Jahre:

Astro21

 

Brian Greene „Die verborgene Wirklichkeit – Paralleluniversen und die Gesetze des Kosmos“ (Siedler, Pantheon);
Harald Lesch/Jörn Müller „Sternstunden des Universums“
(C. Bertelsmann, btb);
Dieter Lüst „Quantenfische – Die String-Theorie und die Suche nach der Weltformel“
(C.H. Beck);
John D. Barrow „Das Buch der Universen“
(Campus);
Alexander Unzicker „Auf dem Holzweg durchs Universum“
(Hanser);
Lawrence M. Krauss „Ein Universum aus Nichts … und warum da trotzdem etwas ist“ (Knaus);
David Blatner „Extremwelten – Unser unfassbares Universum von unendlich klein bis unendlich“ (Berlin);
Helmut Satz „Gottes unsichtbare Würfel – Die Physik an den Grenzen des Erreichbaren“ (C. H. Beck).

Lesen Sie mehr:

Richard Dawkins „Der Zauber der Wirklichkeit“, 272 Seiten, 26,99 €, Ullstein, ISBN: 978-3550088506;

Eigentlich soll dies ja ein Jugendbuch sein. Richard Dawkins, streitbarer Forscher und Atheist, erklärt hier unter anderem die Schöpfungsgeschichte, wie sie auch ohne den Glauben an einen Gott zu verstehen ist. Aber vielleicht ist dieses Buch gerade deshalb so interessant auch für Erwachsene, weil Dawkins so nah dran ist an den Lesern.

Bill Laws „Zwiebel, Safran, Fingerhut“, 224 Seiten, 24,95 €, Gerstenberg, ISBN: 978-3836926942;

Kein Kochbuch, kein botanisches Lehrbuch – nein, Bill Laws hat eine spannende Geschichte über 50 Pflanzen geschrieben, die in der Geschichte der Menschheit eine große Rolle gespielt haben. Ein interessanter Ansatz für eine Art Weltgeschichte.

Georg Brunold „Fortuna auf Triumphzug – Von der Notwendigkeit des Zufalls“, 282 Seiten, 19,99 €, Galiani, ISBN: 978-3869710440;

Was ist Glück, was ist Pech? Die beiden Antipoden bestimmen unser Leben, ob wir uns wohl oder mies fühlen. Oder etwa nicht? Der Schweizer Philosophie-Doktor (Autor des imposanten „Nichts als die Welt“) hat uns ein kleines, feines Büchlein hinterlassen, in Leinen gebunden und liebevoll editiert von Galiani.

Allan J. Hobson „Das optimierte Gehirn“, 394 Seiten, 29,95 €, Klett-Cotta, ISBN: 978-3608943610;

Man könnte meinen, Descartes erlebt in den Neurowissenschaften seine Auferstehung. In keiner anderen Disziplin wird derzeit so viel enträtselt und von mythologischem Balast befreit wie hier. Autor Allan J. Hobson hat sich in seinem Fachbuch (kein Ratgeber!) vorgenommen, auch noch die letzten Geheimnisse von Bewusstsein, Traum und Schlaf durch einen Griff in den Chemiekasten zu erklären.

Der Urknall, schwarze Löcher und eine Theorie, die das Universum erklärt – in kaum einer Wissenschaft explodiert der Stand so sehr wie in der Astrophysik. Drei aktuelle Bücher setzen sich damit auseinander.

Stephen Hawking/Leonhard Mlodinow „Der große Entwurf – Eine neue Erklärung des Universums“ (Rowohlt);
Leonard Susskind „Der Krieg um das schwarze Loch – Wie ich mit Stephen Hawking um die Rettung der Quantenmechanik rang“ (Suhrkamp);
Alexander Unzicker „Vom Urknall zum Durchknall – Die absurde Jagd nach der Weltformel“ (Springer);

Im Einzelnen – lesen Sie weiter:

Dagmar Röhrlich „Tiefsee – Von schwarzen Rauchern und blinkenden Fischen“, 320 Seiten, 24 €, Mare, ISBN: 978-3866481220;

Die Menschen waren auf dem Mond, auf den höchsten Gebirgen, sie waren auch am tiefsten Punkt des Meeres. Allerdings kennen sie bis heute die Unterwasserwelt am allerwenigsten, wie erst vor ein paar Tagen Zeitungsmeldungen über zehntausende neue Arten deutlich machten.

Gunther Hirschfelder/Angelika Ploeger (Hrsg.) „Purer Genuss?“, 295 Seiten, 29,90 €, Campus, ISBN: 978-3593390284;

Ware_Wasser

Ein Buch über Wasser, das erschien mir erstmal seltsam. Klar Wasser ist Leben, und wir Menschen bestehen zu über 90 Prozent aus Wasser. Und Wasser ist mancherorts knapp, ja es soll sogar Auslöser für Kriege in der Zukunft sein. Und so ist das Thema nicht merkwürdig, es ist höchstens merkwürdig, dass es nicht längst ein solches Buch gab.

Malba Tahan „Beremís‘ Welt“, 320 Seiten, 19,90 €, Kein & Aber, ISBN: 978-3036955445;

Ich gebe zu, Mathematik fand ich immer extrem unlustig. Weder habe ich verstanden, was die Lehrer mir sagen wollten. Noch wusste ich etwas anzufangen, mit all diesen Integral- und wasweißich Rechnungen. Aber mir war immer klar, es fehlt etwas. Seit „Beremís Welt“ weiß ich was: Mathe kann tatsächlich Spaß machen.

Kurt G. Blüchel/Helge Sieger (Hrsg.) „Krisenmanagerin Natur“, 240 Seiten, 24 €, DWC Medien, ISBN: 978-3981035513;

Krise

Schon den Autoren des Alten Testaments war klar: Die Krise ist Bestandteil des Menschseins: Die Überwindung von Krisen stellt sich indes als immer wieder neue Herausforderung dar – deren Verhinderung als Unmöglichkeit: Die nächste Wirtschaftskrise kommt bestimmt.  Oder kann uns vielleicht die Natur helfen?

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