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Archiv für die 'Geschichte' Kategorie

Georg Rohrecker “Die Kelten – Auf den Spuren unseres versteckten Erbes”, 240 Seiten, 24,95 €, Pichler, ISBN: 978-3854315476;

Die Kelten, jenes geheimnisvolle Volk, das zur Zeitenwende die Römer ärgerte und uns Flussnamen wie Isar hinterließ, haben es Georg Rohrecker besoners angetan. Jahrzehntelang versuchte der 2009 verstorbene Historiker nachzuweisen, dass die Kelten sein Heimatland viel stärker geprägt haben als jene Hochkulturen, von denen wir dies glauben. Und dass wir dies nur deshalb nicht wissen, weil die keltische Hochkultur ohne Schrift auskam. Dieser Sammelband ist sozusagen Rohreckers Vermächtnis.

Georg Rohrecker “Die Kelten – Auf den Spuren unseres versteckten Erbes”, 240 Seiten, 24,95 €, Pichler, ISBN: 978-3854315476;

Die Kelten, jenes geheimnisvolle Volk, das zur Zeitenwende die Römer ärgerte und uns Flussnamen wie Isar hinterließ, haben es Georg Rohrecker besoners angetan. Jahrzehntelang versuchte der 2009 verstorbene Historiker nachzuweisen, dass die Kelten sein Heimatland viel stärker geprägt haben als jene Hochkulturen, von denen wir dies glauben. Und dass wir dies nur deshalb nicht wissen, weil die keltische Hochkultur ohne Schrift auskam. Dieser Sammelband ist sozusagen Rohreckers Vermächtnis.

Neue und nicht mehr ganz neue Bücher

Aus dem alten Ägypten

Katja Lembke/Bettina Schmitz (Hrsg.) “Giza – Am Fuß der großen Pyramiden”, 239 Seiten, 29,90 €, Hirmer, ISBN: 978-3777434810;

Das älte Ägypten faszinierte schon vor über 100 Jahren den Hildesheimer Kaufmann und Mäzen Wilhelm Pelizaeus. Als 18-Jähriger sammelte in der Firma seines Onkels in Alexandria erste Orienterfahrungen, und von da an ließ ihn das uralte Kulturland am Nil nie mehr los. Er sammelte altägyptische Kunstwerke, finanzierte archäologische Grabungen und hinterließ seiner Heimatstadt nach seinem Tod 1930 eine eindrucksvolle Sammlung, die er 1911 gegründet hatte. Zum 100. Jubiläum findet derzeit in Hildesheim eine große Sonderschau statt. Dazu ist ein umfangreicher Katalog erschienen.

Katja Lembke/Bettina Schmitz (Hrsg.) “Giza – Am Fuß der großen Pyramiden”, 239 Seiten, 29,90 €, Hirmer, ISBN: 978-3777434810;

Das älte Ägypten faszinierte schon vor über 100 Jahren den Hildesheimer Kaufmann und Mäzen Wilhelm Pelizaeus. Als 18-Jähriger sammelte in der Firma seines Onkels in Alexandria erste Orienterfahrungen, und von da an ließ ihn das uralte Kulturland am Nil nie mehr los. Er sammelte altägyptische Kunstwerke, finanzierte archäologische Grabungen und hinterließ seiner Heimatstadt nach seinem Tod 1930 eine eindrucksvolle Sammlung, die er 1911 gegründet hatte. Zum 100. Jubiläum findet derzeit in Hildesheim eine große Sonderschau statt. Dazu ist ein umfangreicher Katalog erschienen.

Neue und nicht mehr ganz neue Bücher

Alfred de Zayas “Völkermord als Staatsgeheimnis – Vom Wissen über die ,Endlösung der Judenfrage’ im Dritten Reich”, 204 Seiten, 26,90 €, Olzog, ISBN: 978-3789283291;

Wer wusste eigentlich was? Auch 66 Jahre nach Kriegsende wird in Historikerkreisen darüber gestritten, ob die Deutschen schon während der Nazi-Diktatur vom Holocaust, also der systematischen Vernichtung der Juden, wussten. Der lange in Deutschland tätige amerikanische Völkerrechtler Alfred de Zayas hat jetzt so eine Art Anti-Goldhagen vorgelegt. Der hatte vor 15 Jahren die Deutschen als “Hitlers willige Vollstrecker” dargestellt. Wie zu erwarten war, bekommt de Zayas vor allem Beifall von rechten Kreisen.

Alfred de Zayas “Völkermord als Staatsgeheimnis – Vom Wissen über die ,Endlösung der Judenfrage’ im Dritten Reich”, 204 Seiten, 26,90 €, Olzog, ISBN: 978-3789283291;

Wer wusste eigentlich was? Auch 66 Jahre nach Kriegsende wird in Historikerkreisen darüber gestritten, ob die Deutschen schon während der Nazi-Diktatur vom Holocaust, also der systematischen Vernichtung der Juden, wussten. Der lange in Deutschland tätige amerikanische Völkerrechtler Alfred de Zayas hat jetzt so eine Art Anti-Goldhagen vorgelegt. Der hatte vor 15 Jahren die Deutschen als “Hitlers willige Vollstrecker” dargestellt. Wie zu erwarten war, bekommt de Zayas vor allem Beifall von rechten Kreisen.

Neue und nicht mehr ganz neue Bücher

Hans-Joachim Böttcher “Christiane Eberhardine”, 352 Seiten, 24,90 €, Dresdner Buchverlag, ISBN: 978-3941757257;

August der Starke, ja, der ist auch geschichtlich nicht so bewanderten Menschen ein Begriff, als sächsicher Herrscher, der sich zum König von Polen wählen ließ und dazu vom lutherischen zum katholischen Glauben wechselte – ein Triumph für die Gegenreformation Ende des 17. Jahrhunderts. Aber August oder korrekter Friedrich August hatte auch eine Gemahlin, die nicht ohne war. Obwohl die Ehe aufgrund der amourösen Avancen des Fürsten sehr bald nur noch auf dem Papier existierte, hinterließ auch die Bayreuther Markgrafentochter ihre Spuren auf dem Feld der Geschichte.

Hans-Joachim Böttcher “Christiane Eberhardine”, 352 Seiten, 24,90 €, Dresdner Buchverlag, ISBN: 978-3941757257;

August der Starke, ja, der ist auch geschichtlich nicht so bewanderten Menschen ein Begriff, als sächsicher Herrscher, der sich zum König von Polen wählen ließ und dazu vom lutherischen zum katholischen Glauben wechselte – ein Triumph für die Gegenreformation Ende des 17. Jahrhunderts. Aber August oder korrekter Friedrich August hatte auch eine Gemahlin, die nicht ohne war. Obwohl die Ehe aufgrund der amourösen Avancen des Fürsten sehr bald nur noch auf dem Papier existierte, hinterließ auch die Bayreuther Markgrafentochter ihre Spuren auf dem Feld der Geschichte.

Neue und nicht mehr ganz neue Bücher

Toby Lester “Der vierte Kontinent – Wie eine Karte die Welt veränderte”, 560 Seiten, 39,90 €, Berlin, ISBN: 978-3827007322;

Fasziinierend. Bis zur Entdeckung Amerikas, das urspünglich irrtümlich für Indien gehalten wurde,gingen die Menschen davon aus, dass die Welt aus drei Teilen besteht, aus Europa, Asien und Afrika. Der deutsche Kartograf Martin Waldseemüller veränderte die Welt, als er 1507, keine 20 Jahre nach der Entdeckung Amerikas die erste Karte dieses vierten Kontinents zeichnete. Er hielt sich an die Berichte des Seefahrers Amerigo Vespucci, der die südamerikanische Ostküste erkundet hatte, und nannte ihm zu Ehren den neuen Erdteil “America”.

Toby Lester “Der vierte Kontinent – Wie eine Karte die Welt veränderte”, 560 Seiten, 39,90 €, Berlin, ISBN: 978-3827007322;

Fasziinierend. Bis zur Entdeckung Amerikas, das urspünglich irrtümlich für Indien gehalten wurde,gingen die Menschen davon aus, dass die Welt aus drei Teilen besteht, aus Europa, Asien und Afrika. Der deutsche Kartograf Martin Waldseemüller veränderte die Welt, als er 1507, keine 20 Jahre nach der Entdeckung Amerikas die erste Karte dieses vierten Kontinents zeichnete. Er hielt sich an die Berichte des Seefahrers Amerigo Vespucci, der die südamerikanische Ostküste erkundet hatte, und nannte ihm zu Ehren den neuen Erdteil “America”.

Neue und nicht mehr ganz neue Bücher

Lorenz Jäger “Hinter dem großen Orient – Freimaurerei und Revolutionsbewegungen”, 141 Seiten, 19,90 €, Karolinger, ISBN: 978-3854181347;

Wer Freimaurer hört, denkt an Geheimbünde, an den Versuch der Weltherrschaft, an alte Männer und den Da-Vinci-Code. Lorenz Jäger, Redakteur bei der FAZ, räumt mit diesen Mythen auf und beleuchtet in diesem handlichen Buch anhand historischer Quellen die Geschichte und das Wirken der Logen.

Lorenz Jäger “Hinter dem großen Orient – Freimaurerei und Revolutionsbewegungen”, 141 Seiten, 19,90 €, Karolinger, ISBN: 978-3854181347;

Wer Freimaurer hört, denkt an Geheimbünde, an den Versuch der Weltherrschaft, an alte Männer und den Da-Vinci-Code. Lorenz Jäger, Redakteur bei der FAZ, räumt mit diesen Mythen auf und beleuchtet in diesem handlichen Buch anhand historischer Quellen die Geschichte und das Wirken der Logen.

Neue und nicht mehr ganz neue Bücher

Jürgen Gottschlich “Die Bibeljäger”, 224 Seiten, 19,90 €, C.H. Links, ISBN: 978-3861535942;

Die spannendsten Geschichten haben sich tatsächlich ereignet. Jürgen Gottschlich, taz-Korrespondent in Istanbul und ein ausgezeichneter Kenner des Nahen Ostens, hat sich in seinem neuesten Buch auf die Fährte  des Leipziger Bibelforschers Konstantin von Tischendorf gesetzt. Der fand nämlich im 19. Jahrhundert im Katharinenkloster in nder Wüste Sinai einen Kodex, der bis heute als die älteste Fassung des Neuen Testaments gilt.

Jürgen Gottschlich “Die Bibeljäger”, 224 Seiten, 19,90 €, C.H. Links, ISBN: 978-3861535942;

Die spannendsten Geschichten haben sich tatsächlich ereignet. Jürgen Gottschlich, taz-Korrespondent in Istanbul und ein ausgezeichneter Kenner des Nahen Ostens, hat sich in seinem neuesten Buch auf die Fährte  des Leipziger Bibelforschers Konstantin von Tischendorf gesetzt. Der fand nämlich im 19. Jahrhundert im Katharinenkloster in nder Wüste Sinai einen Kodex, der bis heute als die älteste Fassung des Neuen Testaments gilt.

Neue und nicht mehr ganz neue Bücher

So spannend war die Antike

Die Geschichte ist geschrieben, und alles ist längst bekannt. Von wegen. Geschichtsbücher von heute haben nichts mehr mit bloßen Aufstellungen von Jahreszahlen zu tun, wie zwei grandiose neue Werke, erschienen vor ein paar Monaten und herausgebracht von zwei Professoren, belegen – auch für den Laien! Vorgestellt werden:

Christian Marek “Geschichte Kleinasiens in der Antike” (C.H. Beck);
Mischa Meier/Steffen Patzold “August 410 – Ein Kampf um Rom” (Klett-Cotta);

Mehr dazu:

Die Geschichte ist geschrieben, und alles ist längst bekannt. Von wegen. Geschichtsbücher von heute haben nichts mehr mit bloßen Aufstellungen von Jahreszahlen zu tun, wie zwei grandiose neue Werke, erschienen vor ein paar Monaten und herausgebracht von zwei Professoren, belegen – auch für den Laien! Vorgestellt werden:

Christian Marek “Geschichte Kleinasiens in der Antike” (C.H. Beck);
Mischa Meier/Steffen Patzold “August 410 – Ein Kampf um Rom” (Klett-Cotta);

Mehr dazu:

Neue und nicht mehr ganz neue Bücher

Joseph Roth “Juden auf Wanderschaft”, 144 Seiten, 29,90 €, Christian Brandstätter, ISBN: 978-3850333597;

Joseph Roth wird zu Recht immer wieder in einer Reihe von Stefan Zweig genannt oder mit Egon Erwin Kisch, mit dem er den Beruf des Reporters teilte. Seine literarische Reportage “Juden auf Wanderschaft” gehört zu den besten des Genres.  Der österreichische Brandstätter-Verlag hat nun erstmals eine illustrierte Ausgabe herausgebracht.

Joseph Roth “Juden auf Wanderschaft”, 144 Seiten, 29,90 €, Christian Brandstätter, ISBN: 978-3850333597;

Joseph Roth wird zu Recht immer wieder in einer Reihe von Stefan Zweig genannt oder mit Egon Erwin Kisch, mit dem er den Beruf des Reporters teilte. Seine literarische Reportage “Juden auf Wanderschaft” gehört zu den besten des Genres.  Der österreichische Brandstätter-Verlag hat nun erstmals eine illustrierte Ausgabe herausgebracht.

Neue und nicht mehr ganz neue Bücher

Hartmut Pogge von Strandmann “Imperialismus vom Grünen Tisch”, 528 Seiten, 49,90 €, Ch. Links, ISBN: 978-3861535010;

Als die Welt schon verteilt war, da kamen dann endlich auch die Deutschen. Die europäischen Staaten hatten Amerika, Afrika, Asien und alle möglichen Inseln längst unter sich verteilt, als auch Deutschland Ende des 19. Jahrhunderts zugriff. Die Motive dieser Außenpolitik und die Funktion des sogenannten Kolonialrats hat Hartmut Pogge von Strandmann untersucht.

Hartmut Pogge von Strandmann “Imperialismus vom Grünen Tisch”, 528 Seiten, 49,90 €, Ch. Links, ISBN: 978-3861535010;

Als die Welt schon verteilt war, da kamen dann endlich auch die Deutschen. Die europäischen Staaten hatten Amerika, Afrika, Asien und alle möglichen Inseln längst unter sich verteilt, als auch Deutschland Ende des 19. Jahrhunderts zugriff. Die Motive dieser Außenpolitik und die Funktion des sogenannten Kolonialrats hat Hartmut Pogge von Strandmann untersucht.

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