Feeds
Artikel
Kommentare

Archiv für Januar, 2009

Harald Jösten „Die Symbolwelt der Lenormand-Karten“, 272 Seiten, 19,90 €, Königsfurt-Urania, ISBN: 978-3868267075;

Niemand lässt sich gerne in die Karten schauen. Auch nicht bei Tarot- oder Lenormand-Karten. Denn Kartenlegen kann jeder nur für sich selber. Lenormand-Experte Harald Jösten: „Die Karten sind ein Spiegel. Und im Spiegel sieht man nun mal zunächst nur sich selbst.“

Susan Pinker „Das Geschlechterparadox – Über begabte Mädchen, schwierige Jungs und den wahren Unterschied zwischen Männern und Frauen“, 400 Seiten, 17,95 €, DVA, ISBN: 978-3421043610;

Das Thema „Begabte Mädchen, schwierige Jungs“ (Untertitel) ist so angesagt, wie es nur sein kann. Das Magazin „Spiegel“ widmete dem „Geschlechterparadox“ im Herbst sogar eine Titelgeschichte und Susan Pinker war die Kronzeugin. Mehr Verkaufsförderung ist kaum möglich.

Ein Potpourri der Belanglosigkeiten

Isabel Allende „Das Siegel der Tage“, 409 Seiten, 19,80 €, Suhrkamp, ISBN: 978-3518420102;

„Meinem Leben fehlt es nicht an Dramatik…“, so beginnt Isabel Allendes neuester Roman. So anbiedernd dieser Satz, so belanglos das ganze Buch. Ihre früheren Erfolge haben der chilenischen Diplomatentochter offenbar nicht nur gut getan.

Stephan Hausner „Auch wenn es mich das Leben kostet!“, 288 Seiten, 29,95 €, Carl Auer, ISBN: 978-3896706539;

Familienstellen ist Seelenarbeit. Der Theologe und Psychotherapeut Bert Hellinger hat diese Technik weiter entwickelt und populär gemacht. Stephan Hausner ist einer seiner Schüler. Besonders spannend: Er setzt Aufstellungen auch bei Krankheiten mit schweren körperlichen Symptomen ein.

Paul Auster „Mann im Dunkel“, 224 Seiten, 17,90 €, Rowohlt, ISBN: 978-3498000806;

Der neue Auster wird von der Literaturkritik wie ein Neuanfang gefeiert. Nach einigen weniger inspirierten Werken hat der 61-Jährige New Yorker die Kunst des Erzählens wiedergefunden, in einem Mysterienspiel, das mit den verschiedenen Ebenen der Realität jongliert, eine Parabel auf das moderne Amerika, das Krieg gegen sich selber führt.

Olaf Jacobsen „Ich stehe nicht mehr zur Verfügung“, 264 Seiten, 12,90 €, Windpferd, ISBN: 978-3893855384;

Der Mensch als soziales Wesen. Klingt gut, kann aber furchtbar belastend sein, vor allem für uns Frauen. Nur allzu gern übernehmen wir Verantwortung für unsere Mitmenschen, benehmen uns so, dass es ihnen ja an nichts fehlt. Und das Ende vom Lied: Wir kommen selbst zurück. Darum: „Ich stehe nicht mehr zur Verfügung.“

Emma Braslavsky „Das Blaue vom Himmel“, 380 Seiten, 19,90 €, Claassen, ISBN: 978-3546004329;

Es ist der 11.11.1982. Auch im thüringischen Lautenbach beginnt an diesem Tag der Karneval – nur nicht in diesem Jahr: Der sowjetische Staatschef Leonid Breschnew ist tags zuvor gestorben und auch Elfriede, Mutter von sieben Kindern. Die machen sich am Totenbett auf die Suche der eigenen Geschichte – ein turbulentes Unterfangen.

Peer Hultberg „Die Stadt und die Welt“, 530 Seiten, 32 €, Jung und Jung, ISBN: 978-3902497413;

Dieser Roman ist eine Herausforderung: 300 Figuren kommen in diesem Roman vor, da behält keiner den Überblick. Es geht um Viborg, die Heimatstadt des Schriftstellers, und diese Stadt ist die Welt im Kleinen, ein geschlossener Kosmos. 100 Texte, das sind 100 Miniatur-Biografien.

Richard Dawkins „Geschichten vom Ursprung des Lebens“, 800 Seiten, 29,90 €, Ullstein, ISBN: 978-3550087486;

Die Geschichte des Lebens als Pilgerreise. Zum 200. Geburtstag von Charles Darwin erzählt der weltbekannte Zoologe und Biologe die Prinzipien der Evolution. Der Mensch ist dabei nicht das Maß der Dinge, sondern ein zufälliges Produkt. Das Nichtexistieren eines höheren Plans ist eine Grundthese des britischen Wissenschaftlers.

Ein früh-amerikanischer Rosenkrieg

Willa Cather „Mein ärgster Feind“, 120 Seiten, 14,95 Euro, Knaus, ISBN: 978-3813503111;

Mit Willa Cather hat der Münchner Knaus-Verlag eine der wichtigsten amerikanischen Autorinnen des vorigen Jahrhunderts wiederentdeckt. In „Mein ärgster Feind“ schildert sie eine Beziehung, die märchenhaft beginnt und in einem Albtraum endet – ein früher Rosenkrieg.

Nächste »