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Archiv für Februar, 2008

Jutta Ditfurth, „Ulrike Meinhof – Die Biografie“, 478 Seiten, 22,90 €, Ullstein, ISBN: 978-3550087288;

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Eine Revolutionärin schreibt über eine Revolutionärin: Jutta Ditfurth über Ulrike Meinhof, zwei radikale Linke, beide gescheitert. Die ehemalige Grünen-Chefin hat sechs Jahre lang über die Mitbegründerin der RAF recherchiert und distanziert sich von Zeitzeugen – wie dem Ex-Chef des „Spiegel“Aust.

Der Ausbruch bleibt im Ansatz stecken

Alain Claude Sulzer, „Privatstunden“, 219 Seiten, 19,95 €, Edition Epoca, ISBN: 978-3905513431;

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Ein Liebesroman – gut geschrieben, raffiniert erzählt, mit mehreren Ebenen und einem zeitgeschichtlichen Hintergrund. Alain Claude Sulzer (54) gehört, auch wenn er in Deutschland ein Geheimtipp ist, zu den besten Schweizer Schriftstellern.

Jeremy Scahill, „Blackwater – Der Aufstieg der mächtigsten Privatarmee der Welt“, 320 Seiten, 22 €, Antje Kunstmann Verlag, ISBN: 978-3888975127;

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Krieg als Privatvergnügen eines christlich-fundamentalistischen, amerikanischen Multimillionärs? Kaum jemand hatte von der Firma Blackwater gehört, bis zu jenem 16. September 2007, als im Irak 17 unschuldige Zivilisten erschossen wurden – von einem Söldnertrupp, der auf der Gehaltsliste von Erik Prince‘ „Blackwater“ steht. Der Reporter James Scahill hat die Geschichte recherchiert.

Fernando Pessoa, „Álvaro de Campos – Poesia“, 774 Seiten, 69,90 €, Ammann-Verlag, ISBN: 978-3250104544;

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„Am Ende allen Schlafens.
Am Ende wovon?
Am Ende alles Scheinbaren …
Dieses kleine provinzielle Universum zwischen den Gestirnen,
Dieses winzige Dorf des Raumes,
und nicht nur des sichtbaren Raumes, sondern des totalen Raumes.

Liebe geht über die Hunde

Cathleen Schine, „Eine Liebe in Manhattan“, 304 Seiten, 19,90 €, Ullstein, ISBN: 978-3550087073;

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Hunde spielen eine ganz zentrale Rolle in dieser Liebesgeschichte – auch wenn es nicht der in der deutschen Ausgabe auf dem Titelfoto gezeigte Airdale-Terrier ist.

Wie Eifersucht alles zerstört

Milan Füst, „Die Geschichte meiner Frau“, 496 Seiten, 30 €, Eichborn-Verlag („Die andere Bibliothek“), ISBN: 978-3821862026;

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„Dass mich meine Frau betrog, vermutete ich längst. Aber dass sie es mit dem trieb … den Knirps brauch ich nur anzuspucken, dann kippt er um.“ So furios beginnt dieser 1942 geschriebene ungarische Klassiker, ein Roman über die Eifersucht. Das in lila Samt eingebundene Buch ist eines das schönste dieses Winters.

Dan Simmons, „Terror“, 992 Seiten, 22,95 €, Heyne, ISBN: 978-3453029057;

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Dieses Buch ist ein Etikettenschwindel: Wer in Zeiten von 9/11 das Wort Terror hört, denkt unwillkürrlich an Bin Laden, an Anschläge, an Selbstmord-Attentäter – niemals aber an Sir John Franklin, der vor über 160 Jahren den Weg durch die Nordwestpassage finden wollte. Dessen Geschichte erzählt Bestsellerautor Simmons in diesem spannenden Schmöker für kalte Winterabende.

Alejandra Pizarnik, „In einem Anfang war die Liebe Gewalt“, 499 Seiten, 39.90 €, Ammann-Verlag, ISBN: 978-3250104841;

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Ein Leben in Tagebüchern: Kurz und heftig, voller Widersprüche. Am Anfang, im September 1954, stehen Auslassungen über eine Slip-Obsession, am Ende, 17 Jahre später, die Erkenntnis: „Schreiben heißt dem Leben Sinn geben.“ Zeugnisse einer schwierigen Existenz, gefangen in der Nachkriegs-Weltordnung.

Eine Liebe so hohl wie ein Bergwerk

Martin Prinz, „Ein Paar“, 152 Seiten, 18 €, Verlag Jung und Jung, ISBN: 978-3902497284;

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Eine Geschichte, wie sie schon tausendfach geschrieben wurde – über eine Liebe, die in die Jahre kommt, gefährdet vom Alltag, von der Gewöhnung. Es kommt um ein Paar aus unserer Mitte, beide in die 30, im Beruf erfolgreich un doch fehlt etwas. Oder nicht?

Die Bibel des guten Kochens

Eckart Witzigmann/Ewald Plachutta, „Kochschule – Die Bibel der guten Küche“, 34,95 €, Christian Brandstätter Verlag, ISBN: 978-3850330893;

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„Die Bibel der guten Küche“, dieser Untertitel klingt nach großem Selbstbewusstsein, er klingt ganz Witzigmann, den Koch des Jahrhunderts oder Jahrtausends oder wie auch immer. Tatsächlich aber wird nicht zu viel versprochen – vor allem für Anfänger in der Küche.

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