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Archiv für Oktober, 2010

Die Chinesen sind da

Jörg-Uwe Albig „Berlin Palace“, 220 Seiten, 19,90 €, Tropen, ISBN: 978-3608501063;

Neulich habe ich ein Radiogespräch mit einem China-Experten gehört, der sehr plausibel darstellte, dass die chinesische Wirtschaft zwar Maßstäbe setze, das autoritäre gesellschaftliche System aber erst dem von Europa um 1790 gleiche. Jörg-Uwe Albig hat einen anderen Ansatz für den Umgang mit der grassierenden China-Phobie gewählt: Die Satire.

Best of Heimatzeitung

Wir, die Redakteure des Tölzer Kurier, haben vergangenen Samstag ein einzigartiges Projekt auf die Bühne des Tölzer Kurhauses gebracht: „Best of Heimatzeitung“ – eine kabarettistische Lesung. 450 Zuschauer waren begeistert.

Einen kurzen Einblick bieten dieses Video und unser Bericht.

Was unserem Regisseur Tristan Berger so alles widerfahren ist, lesen Sie hier

Eine der Spezialitäten dieses Blogs sind Bücher zur Lebenshilfe – vor allem für weise Frauen. Ob Esoterik oder Gesundheit, ich empfehle Ihnen in diesem Post ein paar interessante Werke.

Vorgestellt werden:

Kathrin Emely Springer „Der Schlüssel zum Unterbewusstsein“ (Mankau);
Jed McKenna „Spirituelle Dominanz“ (Omega);
Werner Bartens „Körperglück“ (Droemer-Knaur);
Johannes W. Schneider „Unser Leben – Unser Schicksal“ (Freies Geistesleben);
Udo Baer/Gabriele Frick-Baer „Wie Traumata in die nächste Generation wirken“ (Affenkönig);
Angelika Gräfin Wolfskeel von Reichenberg „Die 12 Salze des Lebens“ (Mankau);

Viel Spaß beim Lesen!

Louise Welsh „Das Alphabet der Knochen“, 432 Seiten, 22 €, Antje Kunstmann, ISBN: 978-3888976766;

Ein guter Krimi lebt von seinen Geheimnissen. Ein guter Krimi sollte aber auch virtuos starten und irgendwann ein (überraschendes) Ende finden. Insofern hat es mir „Das Alphabet der Knochen“ trotz vieler Geheimnisse und spätem Suspense mit über 400 Seiten nicht ganz leicht gemacht.

Peter Wawerzinek „Rabenliebe: Eine Erschütterung“, 450 Seiten, 22,95 €, Galiani, ISBN: 978-3869710204;


Ist Peter Wawerzinek ein DDR-Schriftsteller? Gibt’s das noch? Natürlich, „Rabenliebe“ ist geschichtliche Aufarbeitung pur und eine ganz persönliche Tragödie. Der Autor, geboren 1954 in Rostock, erzählt hier seine eigene Geschichte, von der Mutter, die nach dem Vater in den Westen floh und Wawerzinek und seine Schwester, zwei und ein Jahr alt, in ihrer Wohnung zurück ließ. „Rabenliebe“ ist ein Drama über das Verlassenwerden.

Rolf Lappert „Auf den Inseln des letzten Lichts“, 544 Seiten, 24,90 €, Hanser, ISBN: 978-3446235564;

Der Mann hat’s drauf: Nach dem hoch gelobten „Nach Hause schwimmen“ hat der Schweizer Rolf Lappert nun andere Saiten aufgezogen. „Auf den Inseln des letzten Lichts“ ist Abenteuergeschichte, Familiendrama, Gesellschaftskritik  und ganz nebenbei noch ein Appell zur Fleischlosigkeit. Das kommt ja zurzeit ganz gut.

Miriam Meckel „Brief an mein Leben – Erfahrungen mit einem Burnout“, 224 Seiten, 18,95 €, Rowohlt, ISBN: 978-3498045166;

Ich „folge“ Frau Meckel auf Twitter: Kein Medium zur Entschleunigung. Dabei hätte es die Frau Professor dringend nötig, diese Entschleunigung. Immerhin wäre die Medienwissenschaftlerin an den sich überschlagenden Medien fast zerbrochen. „Burnout“ hieß die Diagnose. Miriam Meckel hat ihre Schlüsse daraus gezogen und einen „Brief an mein Leben“ geschrieben.

Tom NcNab „Finish“, 450 Seiten, 22,95 €, Aufbau, ISBN: 978-3351032937;

Tom McNab, 77, gebürtiger Schotte, hat Athletenblut. Der einstige Landesrekordhalter im Dreisprung, schreibt deshalb gerne über die Leiden von Läufern. Nach dem vielbeachteten „Trans-Amerika“ über einen Wettlauf, der 1931 quer durch den Kontinent führte, führt „Finish“ noch weiter zurück in den Wilden Westen. Man schreibt das Jahr 1876 …

Ilija Trojanow „Oberammergau: Richard F. Burton zu Besuch bei den Passionsspielen„, 272 Seiten, 22 €, Arche, ISBN: 978-3716026335;

Die Passionsspiele in Oberammergau sind ein Mysterium der Moderne. Ein ganzes Dorf, alle zehn Jahre vereint in Frömmigkeit und Spektakel. Und wieder waren die über 100 Vorstellungen – die letzte am 3. Oktober fast ausverkauft mit Besuchern aus aller Welt. Vor 130 Jahren war das nicht anders: Damals besuchte der Entdecker Richard Burton das wilde Ammergebirge.

Was für ein Bilderbuchherbst nach diesem besch… Sommer. Anlass genug, ein paar lesenswerte Bilderbücher vorzustellen, solche, die auch den Eltern und Großeltern gefallen könnten.

Vorgestellt werden:

William Shakespeare/Barbara Kindermann/Willi Glasauer „Hamlet“ (Kindermann);
Heinz Janisch/Helga Bansch „Die Brücke“ (Jungbrunnen);
Erin Mirabella/Lisa Horstman „Gracie Goats großes Radrennen“ (Sportwelt);
Aljoscha Blau „Wenn die Dinge lebendig werden(Jacoby & Stuart);
Wolf Haas/Theresa Präauer „Die Gans im Gegenteil“ (Hoffmann & Campe)
Käthi Bhend/Jürg Amann „Das Märchen von der Welt“ (Nord-Süd)
Kate DiCamillo „Eine große Freude“ (Jacoby & Stuart)

Viel Spaß beim Schmökern und Vorlesen!

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