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Archiv für die 'Philosophie' Kategorie

Georg Brunold „Nichts als der Mensch“, 800 Seiten, Galiani, 85 €, ISBN: 978-3869710747;

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„Vielgestaltig ist das Ungeheure, und nichts ist ungeheurer als der Mensch“, schrieb vor bald zweieinhalbtausend Jahren der Dichter Sophokles. Was also ist der Mensch? Das ist die zentrale Frage dieses opulenten, mehr als 800 Seiten stark, großformatigen Wälzers. Kürzer kann man sich diesem Thema wohl auch nicht widmen. Georg Brunolds Anthologie von menscherklärenden Textversuchen ist zwar schon vor gut einem Jahr erschienen, für mich aber das Buch des Jahres 2014 und eine wirkliche Empfehlung.

Evgeny Morozov „Smarte neue Welt“, 656 Seiten, 24,90 €, Blessing, ISBN: 978-3896674760;

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Nein, Morozov, der Vordenker, träumt nicht davon, dass das Internet die Weltr rettet. Im Gegenteil, er denkt bereits über die Digitalisierung hinaus und fürchtet allerlei negative Entwicklung. Der Titel seines aktuellen Buchs erinnert nicht ohne Grund an Huxleys „Schöne neue Welt“.

Richard Dawkins „Der Zauber der Wirklichkeit“, 272 Seiten, 26,99 €, Ullstein, ISBN: 978-3550088506;

Eigentlich soll dies ja ein Jugendbuch sein. Richard Dawkins, streitbarer Forscher und Atheist, erklärt hier unter anderem die Schöpfungsgeschichte, wie sie auch ohne den Glauben an einen Gott zu verstehen ist. Aber vielleicht ist dieses Buch gerade deshalb so interessant auch für Erwachsene, weil Dawkins so nah dran ist an den Lesern.

Georg Brunold „Fortuna auf Triumphzug – Von der Notwendigkeit des Zufalls“, 282 Seiten, 19,99 €, Galiani, ISBN: 978-3869710440;

Was ist Glück, was ist Pech? Die beiden Antipoden bestimmen unser Leben, ob wir uns wohl oder mies fühlen. Oder etwa nicht? Der Schweizer Philosophie-Doktor (Autor des imposanten „Nichts als die Welt“) hat uns ein kleines, feines Büchlein hinterlassen, in Leinen gebunden und liebevoll editiert von Galiani.

Rebekka Reinhard „Odysseus oder Die Kunst des Irrens“, 240 Seiten, 18,99 €, Ludwig, ISBN: 978-3453280175;

Konrad Adenauer hat’s gewusst: Irren ist menschlich, oder wie der Bundeskanzler es formulierte: Was schert mich mein Geschwätz von gestern. In unserer Gesellschaft aber gilt Irren, gilt Fehler machen immer noch als Makel. Die studierte Philosophin Rebekka Reinhard findet das falsch: Nur wer Fehler macht, kann auch ans Ziel kommen, lautet ganz einfach formuliert ihre Botschaft.