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Archiv für die 'Journalismus' Kategorie

Kaum eine Branche verändert sich im Moment so schnell wie der Journalismus. Zeitungen gehen, neue digitale Angebote kommen. Dazu gibt’s ein paar interessante Neuerscheinungen und zwei Lehrbücher.

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Michael Haller „Brauchen wir Zeitungen“ (Halem);
Michael Fleischhacker „Die Zeitung“ (Brandstätter);
Constantin Seibt „Deadline“ (Kein & Aber);
Dirk von Gehlen „Eine neue Version ist verfügbar – Update: Wie die Digitalisierung Kunst und Kultur verändert“ (Metrolit);
Dennis Eick „Digitales Erzählen – Die Dramaturgie der Neuen Medien“ (UVK);
Nea Matzen „Onlinejournalismus“ (UVK);

Lesen Sie mehr:

William Gibson „Misstrauen Sie dem unverwechselbaren Geschmack“, 225 seiten, 21,95 €, Klett-Cotta, ISBN: 978-3608503142;

Ein Begriff hat den heute 65-jährigen William Gibson in den 1980er Jahren unsterblich gemacht. Er prägte das Wort vom Cyberspace, einem virtuellen Raum, einem Computernetz, in dem die Menschen ihr zweites Ich leben. Damals war diese Vorstellung Utopie, heute haben wir Facebook, Second Life, Counterstrike, Amazon und viele andere digitale Lebensbereiche.

Ralf Heimann „Die tote Kuh kommt morgen rein – Ein Reporter muss aufs Land“, 336 Seiten, 14,99 €, Scherz (brochiert), ISBN: 978-3651000568;

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Der Redaktionsleiter, Friedbert Brohmschulte mit Namen, ist unsäglich. Ein altgedienter Journalist, dem längst alles egal ist. Der alles Neue scheut. Was zählt, ist: Die Zeitung muss voll werden! Egal mit welchem Unsinn. Der Leser ist eine Sau, der frisst alles. Und die dörfliche Dreifaltigkeit – Bürgermeister, Vereinsvorsitzende und Unternehmer – darf die Themen bestimmen. Haben wir schließlich schon immer so gemacht.

Der Journalismus ist im Wandel:

 

Claudia Mast „Zeitungsjournalismus im Internetzeitalter – Umfragen und Analysen“ (Lit);
Christian Jakubetz „Crossmedia“ (UVK);
Rolf Wespe/Marie Lampert „Storytelling für Journalisten“ (UVK);
Daniel Chmielewski „Lokale Leser, lokale Nutzer“ (Herbert von Halem);
Meike Mittmeyer „Lokaljournalismus im Spannungsfeld der Interessen“ (Akademische Verlagsgemeinschaft München);
Christian Jakubetz/Ulrike Langer/Ralf Hohlfeld (Hrsg.) „Universalcode“ (Euryclia);
Bernhard Pörksen/Hanne Detel „Der entfesselte Skandal – Das Ende der Kontrolle im digitalen Zeitalter“ (Herbert von Halem);
Hans Mathias Kepplinger „Mechanismen der Skandalisierung – zu Guttenberg, Kachelmann, Sarrazin & Co.: Warum einige öffentlich untergehen – und andere nicht“ (Olzog);

Lesen Sie mehr:

Große Journalisten, große Reportagen.

 

Gerhard Waldherr „Bruttoglobaltournee“ (Salis);
Wolfgang Büscher „Hartland – Zu Fuß durch Amerika“
(Rowohlt);

Mehr dazu:

Bob Woodward „Obamas Kriege – Zerreißprobe einer Präsidentschaft“, 496 Seiten, 24,99 €, DVA, ISBN: 978-3421045089;

Man muss sich ja wundern, woher der Mann alles weiß. Aber, dass Bob Woodward, einer der beiden Enthüller der Watergate-Affäre in der vergangenen vier Jahrzehnten beste Verbindungen in die Zentralen der Macht geknüpft hat, ist unstrittig. Der leitende Redakteur der Washington Post hat hinter die offizielle Fassade des Weißen Hauses geschaut und liefert viele interessante Details, vor allem im Hinblick auf den bevorstehenden Präsidentschafts-Wahlkampf.

Journalismus im Wandel

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Hugues Le Bret „Die Woche, in der Jérôme Kerviel beinahe das Weltfinanzsystem gesprengt hätte“, 280 Seiten, 18 €, Kunstmann, ISBN: 978-3888977220;

Die Geschichte liest sich so absurd, dass man sie nicht glauben möchte. Und doch gelang es einem kleinen, nicht einmal hoch bezahlten Aktienhändler im Januar 2008 die ehrwürdige Großbank Société Générale mit ihren 160.000 Mitarbeitern an den Rand des Bankrotts. Hugues Le Bret erzählt, wie das passieren konnte.