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Archiv für die 'Zukunft' Kategorie

Matthias Horx „Technolution“, 278 Seiten, 24,90 €, Campus, ISBN: 978-3593385556;

Der Fortschritt ist unaufhaltsam. Die digitale Revolution spült alles hinweg. Blogs wie dieser werden eine goldene Zukunft haben (na ja, dieser nicht, er bringt ja kein Geld), und Zeitungen liest kein Mensch mehr. Autos rollen vollautomatisiert auf den Straßen und intelligente Kühlschränke nehmen uns den Einkauf ab. Sieht so unsere Zukunft aus? Nein, sagt Matthias Horx.

Ray Bradbury „Ausgewählte Erzählungen“, 661 Seiten, 19,90 €, Diogenes, ISBN: 978-3257066548;

Dieses Buch ist ein wahres Schatzkästchen, 25 Kurzgeschichten von einem der besten Kurzgeschichten-Schreiber der Welt. Wer Ray Bradbury noch nicht kennt, für den wird es Zeit. Der Diogenes-Verlag hat mit diesem wunderbar ausgestattetem, mit Schuber versehenem Band für einen guten Einstieg gesorgt.

Richard K. Breuer/Gunther Eckert „Rotkäppchen 2069“, 324 Seiten, 19,90 €, Eigenverlag, ISBN: 978-3950249804;

Richard K. Breuer „Die Liebesnacht des Dichters Tiret“, 230 Seiten, 17,90 €, ISBN: 978-3950249811;(beide Bücher erhältlich über den Autor, www.1668.cc);

Ist das Buchmarketing der Zukunft? Richard K. Breuer, seinem Vernehmen nach einer der bedeutendsten Wiener Gegenwartsautoren, ist mit seinen im Eigenverlag verlegten Büchern im Netz überall präsent – glänzend gemacht. Über die Qualität seiner Werke kann man indes geteilter Meinung sein.

Ray Bradbury „Space Opera“ („Der illustrierte Mann“, „Die Mars-Chroniken“, „Fahrenheit 451“ Hardcover im Schuber), 960 Seiten, 39 €, Diogenes, ISBN: 978-3257066500;

Der Mann ist ein Genie, ein verkanntes Genie. Denn Ray Douglas Bradbury ist noch immer zu vielen Literaturfreunden nicht bekannt. Er verbindet auf raffinierte kindliche Lust zum Fabulieren mit zündender Sozialkritik. Der Diogenes-Verlag pflegt Bradburys Werk seit Jahrzehnten und hat nun unter dem Titel „Space Opera“ drei der wichtigsten Werke überarbeitet und als Hardcover neu veröffentlicht.

Tim Guest „Die Welt ist nicht genug“, 364 Seiten, 19,90 €, Rogner & Bernhard, ISBN: 978-3807710419 (erhältlich über www.zweitausendeins.de);

Was ist Realität? Was Fiktion? Ist das ganze Leben wirklich so, wie es scheint. Spätestens seit der unvergleichbaren „Matrix“-Trilogie stellen wir uns diese Frage. Inzwischen hat das Leben uns eingeholt. „Second Life“ ist für viele der Ersatz für wirkliche Probleme. Der Journalist Tim Guest ist in diese Welten eingetaucht.

Welchen Wert hat ein Leben?

Ninni Holmqvist „Die Entbehrlichen“, 320 Seiten, 19,90 €, Fahrenheit, ISBN: 978-3940813008;

Wir haben ein Problem: Die Menschen werden immer älter und damit immer teurer. Das Lösungsmodell von Ninni Holmqvist ist ethisch nicht korrekt, es ist auch nicht sympathisch, es fasziniert in seiner Schlichtheit: Frauen ab 50 und Männer ab 60 kommen, sofern sie keine Kinder haben, in die „Einheit“ als Ersatzteillager für den anderen Teil des Gesellschaft. Die Entbehrlichen dienen den Benötigten.

William Gibson „Quellcode“, 448 Seiten, 22,50 €, Klett-Cotta, ISBN: 978-3608937695;

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William Gibson ist ein Phänomen: Die Zukunft, die der Erfinder des Cyberpunks in den 1980-er Jahren in seinen Romanen (unter anderem die „Neuromancer“-Trilogie) beschrieb, ist inzwischen Gegenwart, und die Gegenwart, die er in „Mustererkennung“ und jetzt in „Quellcode“ beschreibt, klingt wie die Zukunft.

Christian Kracht/Ingo Niermann, „Metan“, 141 Seiten, 14,90 €, Verlag Rogner & Bernhard, ISBN: 978-3807710273;

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Ein Furz ist ein Furz ist ein Furz. Und was hinten rauskommt, ist Met(h)an, der Stoff aus dem die Träume der beiden Kilimanjaro-Bezwinger Christian Kracht und Ingo Niermann ist. Von wegen „unglaubliche Wahrheit“ und „spannend geschrieben“, die angebliche Weltverschwörungs-Wahrheit ist grober Unfug.

David Icke, „Unendliche Liebe ist die einzige Wahrheit – Alles andere ist Illusion“, 284 Seiten, 24 €, Mosquito-Verlag, ISBN 978-3928963121;

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Was ist Wirklichkeit? Ist das was wir sehen überhaupt real? Im Kino hat die Matrix-Trilogie solche Visionen auf faszinierende Weise transportiert. Jetzt hat sich auch der ehemalige Profi-Fußballer und Schriftsteller David Icke der Idee eines „holografischen Universums gewidmet.

Wer anders ist, ist ohnmächtig

Boris Strugatzki, „Die Ohnmächtigen“, 339 Seiten, 22,50 €, Klett-Cotta (Hobbit-Presse), ISBN: 978-3608937749;

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Als Arkadi noch lebte, schufen die Strugatzkis Meilensteine der Zukunftsliteratur, „Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein“ und „Picknick am Wegesrand“, das unter dem Titel „Stalker“ verfilmt worden ist. In seinem jüngsten Werk, dem zweiten Solo-Roman, knüpft Boris an alte Zeiten an.

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