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Archiv für die 'Roman' Kategorie

Was passiert wäre, wenn

Steffen Kopetzky „Risiko“, 731 Seiten, Klett-Cotta, 24,95 €, ISBN: 978-3608939910;

Kopetzky_Risiko

Ach, ist das schön, dass solche Bücher heute noch geschrieben werden. Ein Abenteuerroman, ein Ritt durch den Orient, eine Wahnsinnsreise und das fulminant erzählt. Und auch noch nach einer wahren Begebenheit: der Niedermayer-Hentig-Expedition von 1916. Als die Deutschen in Kabul einen Dschihad gegen die britischen Besatzer anzetteln wollten, um den Krieg vorzeitig zu beenden.

Bildbände Spezial IX

Es ist schon Tradition auf diesem Blog, das wir kurz vor Weihnachten schöne, wunderschöne und noch schönere Bildbände und Kochbücher vorstellen, unser Beitrag zur Buchkonjunktur am Hochfest des Schenkens. Das haben wir uns auch heuer vorgenommen, für die nächsten drei Wochen. Seien Sie gespannt auf folgende Buchvorstellungen:

Von der digitalen Zukunft

Christoph Keese „Silicon Valley“, 320 Seiten, Knaus, 19,99 €, ISBN: 978-3813505566;

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Eines der wichtigsten Bücher des vergangenen Jahres. Pflichtlektüre für Medienschaffende, Unternehmer, Politiker und alle, die sich für die Auswirkungen der Digitalisierung auf unsere Gesellschaft interessieren. Ausgangspunkt der globalen Entwicklung ist ein kleines Tal in Kalifornien, das Silicon Valley, in dem die wichtigsten Internet-Unternehmen ihren Sitz haben.

Nachkriegs-Lebensläufe

Steven Uhly „Königreich der Dämmerung“, 661 Seiten, Secession, 29,95 €, ISBN: 978-3905951417;

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Eine Flüchtlingsgeschichte. Eine Geschichte, die zeigt, wie sich Lebenswege kreuzen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Es geht um die „Displaced Persons“, staatenlose Juden, die durch den Holocaust Heimat und Existenz verloren hatten und nach Kriegsende zu Hunderttausenden durch Europa zogen. Viele dieser traumatisierten, entwurzelten Menschen kamen – Ironie der Geschichte – in jenen Lagern unter, in denen die Nazis zuvor ihre Verwandten ermordet hatten.

Vergewaltigung, leicht gemacht

Louise Erdrich „Das Haus des Windes“, 384 Seiten, Aufbau, 19,99 €, ISBN: 978-3351035792;

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Louise Erdrich, Tochter eines deutschen Metzgers und Enkelin eines Indianerhäuptlings, ist seit vielen Jahren mehr als nur ein Geheimtipp für Freunde amerikanischer Literatur. Mit „Das Haus des Windes“ hat die 60-Jährige ihr aufregendstes Werk vorgelegt. Wie immer ist ihr Thema die heutige Lebenswirklichkeit der amerikanischen Ureinwohner.

Per Leo „Flut und Boden“, 348 Seiten, Klett-Cotta, 21,95 €, ISBN: 978-3608980172;

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Auch wenn im Untertitel steht „Roman einer Familie“ so ist „Flut und Boden“ eigentlich weit mehr, eine Autobiografie, die Geschichte von Leos eigener Familie, von dessen Großvater, einst glühender Anhänger der Nazizeit und der Frage nach dem Warum.

Die Mutter ist einfach verschwunden

Maria Regina Heinitz „Als der Sommer eine Farbe verlor“, 496 Seiten, Bloomsbury, 19,99 €, ISBN: 978-3827011886;

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Eine der jüngeren Autorinnen, eine, die nicht nur Buch kann, sondern auch Poetry Slam. „Als der Sommer …“ ist ihr erster Roman, und was für einer.  Ein Roman über Katastrophen, Neuanfänge und über die Wunden, die das Leben hinterlässt.

Die letzten Tage – heute noch

Karl Kraus „Die letzten Tage der Menschheit“, 800 Seiten, Jung und Jung, 28 €, ISBN: 978-3990270066;

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Bald 100 Jahre alt und doch in Zeiten vom Bürgerkrieg in der Ukraine, von Irak und Syrien, von Islamismus und Unterdrückung der Demokratie so aktuell wie damals: Das berühmteste Werk eines der berühmtesten Schriftsteller Österreichs, in dem er nach dem Ersten Weltkrieg dessen Schrecken beschrieben hatte.

Verfall einer Familie, Teil 2

Norbert Leithold „Herrliche Zeiten“, 544 Seiten, DVA, 22,99 €, ISBN: 978-3421046208;

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Die deutsche Geschichte ist auserzählt, sollte man meinen. Ist sie aber nicht, so viele Facetten, wie das Zeitalter der Diktaturen brachte, und so erscheinen ständig neue Familiengeschichten auf dem Buchmarkt. Leitholds „Herrliche Zeiten“ ist nicht mehr ganz taufrisch, aber sehr lesenswert.

Angelika Klüssendorf „April“, 224 Seiten, Kiepenheuer & Witsch, 18,99 €, ISBN: 978-3462046144;

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Ohne Kindheit ist alles nichts. In „Das Mädchen“ erzählte Angelika Klüssendorf die Geschichte eines namenlosen Mädchens, dessen Eltern in jeder Hinsicht versagten. Inzwischen ist das Kind fast erwachsen, nennt sich April, und kämpft sich durch ein Leben, das keiner von uns Lesern tauschen möchte.

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