Bilder eines Jahrhunderts

Lothar Schirmer/Isabella Rossellini „Ingrid Bergmann – Ein Leben in Bildern“, 500 Seiten, 98 €, Schirmer/Mosel, ISBN: 978-3829606486;

Ingrid_Bergman

Es ist der Bildband des Jahres: Ingrid Bergman, eine der bedeutendsten Schauspielerinnen des vorigen Jahrhunderts, wird von der eigenen Tochter, der ebenfalls als Weltstar gehandelten Isabella Rosselini vorgestellt. In Bildern. Das opulente, über 500 Seiten starke Werk ist  ein Muß für Kinofans, aber auch eine Geschichte über ein turbulentes Jahrhundert. Am 29. August würde die Bergman 100 werden.

Die Schwedin mit Hamburger Wurzeln, die schon mit neun Jahren Vollwaise wurde, entdeckte früh ihr Faible für die Schauspielkunst. 1936, da war sie gerade 21, wurde nach ersten Erfolgen in Schweden Hollywood auf sie aufmerksam. Davod O. Selznick, Produzent von „Vom Winde verweht“, holte sie in die USA, wo sie schnell zum Weltstar aufstieg. So weit so bekannt.

Der Bildband indes zeigt viele weniger bekannte Facetten aus dem Leben der Frau. Bilder aus Filmen, von Dreharbeiten und von ihren vielen Freunden und Verehrern, von Hemigway bis Renoir, von Hitchcock bis Robert Capa. Geschichte schrieb Bergman aber auch, als sie 1949 Hollywood und ihren Mann (einen schwedischen Zahnarzt) nebst Kind verließ, um sich in Italien mit dem Regisseur Roberto Rossellini niederzulassen. Vor 64 Jahren war das gut für einen riesigen Skandal.

Auch die Ehe mit Rossellini war zwar für drei Kinder gut, hielt aber nur bis 1957. Ein Jahr zuvor hatte sich Bergman mit dem Film „Anastacia“ die Gunst des amerikanischen Publikums wieder zurückerobert. 1982 drehte sie, zum zweiten Mal schwer anm Brustkrebs erkrankt, ihren letzten Film „Eine Frau namens Golda“, in dem sie die israelische Staatschefin Golda Meir darstellte. Drei Oscars bekam Ingrid Bergman, nur Katherine Hepburn erhielt mehr.

Chronolgisch gegliedert steckt in dem Bildband auch europäische und amerikanische Geschichte. Hollywood während des Zweiten Weltkriegs, das Dolce Vita im Rom der Nachkriegszeit. Diesen Schmöker legt man jedenfalls nicht freiwllig zur Seite.

Ein besseres Weihnachtsgeschenk für einen lieben Menschen gibt es wohl nicht.

Bewertung: *****

 

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