Eine FluÌËchtlingsgeschichte. EineàGeschichte, die zeigt, wieàsich Lebenswege kreuzen, dieàunterschiedlicher nicht seinàkönnten. Es geht um die ââ¬Å¾DisplacedàPersonsââ¬Å, staatenloseàJuden, die durch den HolocaustàHeimat und Existenz verlorenàhatten und nach Kriegsendeàzu Hunderttausendenàdurch Europa zogen. Viele dieseràtraumatisierten, entwurzeltenàMenschen kamen ââ¬â Ironieàder Geschichte ââ¬â in jenenàLagern unter, in denen die Nazisàzuvor ihre Verwandten ermordetàhatten.
Der Kölner Schriftsteller StevenàUhly erzählt die bis heuteàwenig erforschte Geschichte deràââ¬Å¾DPsââ¬Å in seinem Roman aus dreiàPerspektiven. Der eines SS-Offiziers,àder in Polen Juden umbrachteàund nach dem Kriegàbeim BND landete. Der einesàjuÃËdischen Mädchens, die deràSSler jahrelang missbrauchtàhatte und die, von ihm schwanger,ànach Palästina auswandert.
Und der eines volksdeutschenàEhepaars aus Rumänien,àdie eine juÃËdische Waise aufgenommenàhaben und als ihre Enkelinàgroß ziehen. Sie verliebtàsich als Erwachsene in einenàjungen Israeli, Sohn eines SS-Offiziersàund einer JuÃËdin. Und damit schließt sich ein Kreis, der eigentlich keiner sein kann. Dasàist Zeitgeschichte, spannendàerzählt.
Anm.: Das größte DP-Lager der amerikanischen Zone befand sich bis Anfang der 50er Jahre in Wolfratshausen, meiner Heimatstadt. Ich habe diese Geschichte vor 20 Jahrenàrecherchiert. Wer nachlesen möchte: hier.
Bewertung: *****
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