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	<title>Lauter Lesenswertes &#187; Zukunft</title>
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	<description>Neue und nicht mehr ganz neue Bücher</description>
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		<title>Die technologische Zukunft wird weiblich</title>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 04:18:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Matthias Horx &#8220;Technolution&#8221;, 278 Seiten, 24,90 €, Campus, ISBN: 978-3593385556; Der Fortschritt ist unaufhaltsam. Die digitale Revolution sp&#252;lt alles hinweg. Blogs wie dieser werden eine goldene Zukunft haben (na ja, dieser nicht, er bringt ja kein Geld), und Zeitungen liest kein Mensch mehr. Autos rollen vollautomatisiert auf den Stra&#223;en und intelligente K&#252;hlschr&#228;nke nehmen uns den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Matthias Horx &#8220;Technolution&#8221;, 278 Seiten, 24,90 €, Campus, ISBN: 978-3593385556; </em></p>
<p><a href="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/11/horx.gif"><img class="alignnone size-medium wp-image-2195" title="horx" src="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/11/horx-200x300.gif" alt="" width="84" height="127" /></a></p>
<p>Der Fortschritt ist unaufhaltsam. Die digitale Revolution sp&#252;lt alles hinweg. Blogs wie dieser werden eine goldene Zukunft haben (na ja, dieser nicht, er bringt ja kein Geld), und Zeitungen liest kein Mensch mehr. Autos rollen vollautomatisiert auf den Stra&#223;en und intelligente K&#252;hlschr&#228;nke nehmen uns den Einkauf ab. Sieht so unsere Zukunft aus? Nein, sagt Matthias Horx.</p>
<p><span id="more-2194"></span></p>
<p>Horx, obwohl bekennender Technik-Freak, hat gute Gr&#252;nde, genannte Neuerungen in seiner &#8220;Floppologie&#8221; aufzuf&#252;hren: Digitalen Medien fehlt das Sinnliche, automatisierte Autos nehmen dem Mann die Macht zu steuern und mit K&#252;hlschr&#228;nken, die sich selber wieder auff&#252;llen, geht jegliche Spontaneit&#228;t verloren.</p>
<p>Neue Technik, so ist Horx &#252;berzeugt, muss die menschlichen Bed&#252;rfnisse und Eigenheiten in den Vordergrund stellen. &#8220;Usability&#8221; hei&#223;t das im vom schreibfertigen Ex-Journalisten Horx selten verwandten Techniker-Deutsch: also eine m&#246;glichst einfache Bedienung. Deshalb steht Horx auch so auf sein I-Phone.</p>
<p>Noch immer ist der durchschnittliche Produktentwickler ein knapp &#252;ber 40 Jahre alter Ingenieur, m&#228;nnlich und Rechtsh&#228;nder. Und er mag es kompliziert. In Zukunft wird die Welt weiblich gepr&#228;gt sein, wie Horx glaubt. Wir sehen das heute schon: Das dicke Auto ist heute eher peinlich, gutes Design, &#214;kologie und andere &#8220;smarte Faktoren&#8221; gewinnen an Bedeutung.</p>
<p>In &#8220;Technolution&#8221; &#8211; irgendwie finde ich dieses Kunstwort ziemlich bescheuert &#8211; beschreibt Horx (Autor von &#8220;Wie wir leben werden&#8221;, &#8220;Warum die Welt nicht schlechter wird&#8221;) viele Erfindungen, die trotz guter Prognosen gnadenlos floppten: vom Zeppelin-Luftschiff bis zum Bildtelefon, nennt die Gr&#252;nde daf&#252;r (siehe oben) und zeigt auf, wie sich Technik k&#252;nftig entwickeln wird.</p>
<p>Ein intelligentes Buch, bisweilen nervt der Popanz des ehemaligen Zeitgeist-Journalisten Horx und dessen Et&#252;de als Zukunftskenner. Ein Jules Verne ist er aber nun doch nicht.</p>
<p>Bewertung: ****</p>
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		<title>Der Liebsten am Abend vorgelesen</title>
		<link>http://www.lesenblog.de/2009/03/06/bradbury_2/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 03:37:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erzählungen]]></category>
		<category><![CDATA[Lieblingsbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ray Bradbury &#8220;Ausgew&#228;hlte Erz&#228;hlungen&#8221;, 661 Seiten, 19,90 €, Diogenes, ISBN: 978-3257066548; Dieses Buch ist ein wahres Schatzk&#228;stchen, 25 Kurzgeschichten von einem der besten Kurzgeschichten-Schreiber der Welt. Wer Ray Bradbury noch nicht kennt, f&#252;r den wird es Zeit. Der Diogenes-Verlag hat mit diesem wunderbar ausgestattetem, mit Schuber versehenem Band f&#252;r einen guten Einstieg gesorgt. Klassische Frage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ray Bradbury &#8220;Ausgew&#228;hlte Erz&#228;hlungen&#8221;, 661 Seiten, 19,90 €, Diogenes, ISBN: 978-3257066548; </em></p>
<p><a href="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/07/bradbury_2.gif"><img class="alignnone size-medium wp-image-601" title="bradbury_2" src="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/07/bradbury_2-185x300.gif" alt="" width="69" height="113" /></a></p>
<p>Dieses Buch ist ein wahres Schatzk&#228;stchen, 25 Kurzgeschichten von einem der besten Kurzgeschichten-Schreiber der Welt. Wer Ray Bradbury noch nicht kennt, f&#252;r den wird es Zeit. Der Diogenes-Verlag hat mit diesem wunderbar ausgestattetem, mit Schuber versehenem Band f&#252;r einen guten Einstieg gesorgt.</p>
<p><span id="more-600"></span></p>
<p>Klassische Frage an einen Autor: Warum schreiben Sie? Ray Bradburys Antwort: <em>&#8220;Weil mich als Zw&#246;lfj&#228;hrigen ein Zauberer auf einem Jahrmarkt mit seinem Schwert ber&#252;hrte und sagte, ich solle ewig leben. Seither schreibe ich jeden Tag.&#8221; </em>Besser kann man es wohl nicht formulieren. Rund 500 Geschichten hat der 1920 geborene und weiterhin sehr agile Schriftsteller ver&#246;ffentlicht und eine ganze Reihe von Romanen. Den bekanntesten, &#8220;Fahrenheit 451&#8243;, verfilmte Francois Truffaut.</p>
<p>Aus dieser F&#252;lle von Geschichten die 25 besten herauszusuchen, ist eine Kunst. Ob es nun die besten sind, ist sicher Geschmacksfrage. Immerhin ist die Anthologie ein perfekter Durchgang durch das Oeuvre des immer auch gesellschaftskritischen Autors.</p>
<p>Und die Geschichten sind so skurril, so abgedreht und doch wieder so sch&#246;n zu lesen, dass ich einige davon meiner Frau schon abends vor dem Schlafengehen vorgetragen habe. Wunderbar!</p>
<p>Bewertung: *****</p>
<p><em>Ray Bradbury &#8220;Das B&#246;se kommt auf leisen Sohlen&#8221;, 271 Seiten, 9,90 €, Diogenes (Taschenbuch), ISBN: 978-3257208665; </em></p>
<p><a href="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/08/bradbury3.gif"><img class="alignnone size-medium wp-image-748" title="bradbury3" src="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/08/bradbury3-179x300.gif" alt="" width="81" height="137" /></a></p>
<p>Und noch eine Empfehlung: &#8220;Das B&#246;se kommt auf leisen Sohlen&#8221;,  1962 erschienener Roman Bradburys, wurde von Diogenes voriges Jahr neu aufgelegt. Diese vertr&#228;umte Gruselgeschichte um den Zirkus von Mr. Dark und Mr. Cooger  und den Raub der Seelen, ist wunderbar geeignet f&#252;r dunkle Winterabende wie zurzeit.</p>
<p>Bewertung: ****</p>
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		<title>Zwischen postpubertierend und internationalem Adel</title>
		<link>http://www.lesenblog.de/2008/09/16/breuer/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Sep 2008 03:17:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
				<category><![CDATA[Comic]]></category>
		<category><![CDATA[Erzählungen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Richard K. Breuer/Gunther Eckert &#8220;Rotk&#228;ppchen 2069&#8243;, 324 Seiten, 19,90 €, Eigenverlag, ISBN: 978-3950249804; Richard K. Breuer &#8220;Die Liebesnacht des Dichters Tiret&#8221;, 230 Seiten, 17,90 €, ISBN: 978-3950249811;(beide B&#252;cher erh&#228;ltlich &#252;ber den Autor, www.1668.cc); Ist das Buchmarketing der Zukunft? Richard K. Breuer, seinem Vernehmen nach einer der bedeutendsten Wiener Gegenwartsautoren, ist mit seinen im Eigenverlag verlegten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Richard K. Breuer/Gunther Eckert &#8220;Rotk&#228;ppchen 2069&#8243;, 324 Seiten, 19,90 €, Eigenverlag, ISBN: 978-3950249804; </em></p>
<p><em>Richard K. Breuer &#8220;Die Liebesnacht des Dichters Tiret&#8221;, 230 Seiten, 17,90 €, ISBN: 978-3950249811;(beide B&#252;cher erh&#228;ltlich &#252;ber den Autor, www.1668.cc); </em></p>
<p><a href="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/08/breuer.gif"><img class="alignnone size-medium wp-image-790" title="breuer" src="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/08/breuer-300x218.gif" alt="" width="177" height="128" /></a></p>
<p>Ist das Buchmarketing der Zukunft? Richard K. Breuer, seinem Vernehmen nach einer der bedeutendsten Wiener Gegenwartsautoren, ist mit seinen im Eigenverlag verlegten B&#252;chern im Netz &#252;berall pr&#228;sent &#8211; gl&#228;nzend gemacht. &#220;ber die Qualit&#228;t seiner Werke kann man indes geteilter Meinung sein.</p>
<p><span id="more-789"></span></p>
<p>Eigentlich mag ich &#252;ber &#8220;Schneewittchen 2069 &#8211; reloaded&#8221;, erschienen vor ein paar Wochen in einer mit Zeichnungen von Gunther Eckert erweiterten Version, gar nichts schreiben. Lieber nicht. Denn im Unterschied zu anderen Kritikern (im Web) finde ich da gar nichts genial.</p>
<p>Ich halte das St&#252;ck &#8211; im Grund ist es m&#228;nnlich-postpubert&#228;res Stammtisch-Geschw&#228;tz &#8211; nicht f&#252;r angemessen, zwischen zwei Buchdeckel gepresst zu werden. Es gibt keine wirkliche Handlung, nur erotomanisches Gestammel, und ein paar Zeichnungen mit jenem Sinngehalt, wie sie Oberstufen-Sch&#252;ler gemeinhin im langweiligen Religions-Unterricht anfertigen.</p>
<p>Und trotzdem hat Rotk&#228;ppchen das Zeug zum Kult. Breuers Selbstmarketing und das Abseitige m&#246;gen viele Leser sich hip f&#252;hlen lassen. Immerhin: Man setzt sich ab. Darum findet auch <span style="text-decoration: line-through;">Porno-Ritchies </span>&#8220;Cyberspace-Kom&#246;die&#8221; bestimmt ihre Fans.</p>
<p>Bewertung: *</p>
<p>_____________________________________________________________</p>
<p>Ganz anders &#8220;Die Liesbesnacht des Dichters Tiret&#8221;, der Einstieg in Breuers Auseinandersetzung mit der Franz&#246;ischen Revolution. Hier hat Breuer recherchiert und erz&#228;hlt eine verschachtelte Liebesgeschichte aus der Welt des internationalen Adels.</p>
<p>Sprachlich ist Breuer nun erwachsen geworden (&#8220;Schneewittchen&#8221; ist sein Erstling). Mehr noch, er will sich stilistisch an die Epoche anpassen, &#252;ber die er berichtet. Das H&#246;fische kommt bisweilen etwas k&#252;nstlich daher, passt aber zum Inhalt.</p>
<p>F&#252;r den &#8220;Helden&#8221;, den Gelehrten Mickiewicz, gibt&#8217;s wom&#246;glich ein Vorbild: den gleichnamigen polnischen Nationaldichter und Freiheitsk&#228;mpfer. Lebte zwar erst im folgenden Jahrhundert, aber egal. Und Mirabeau, nachdem dieser Band I. von Kremers Revolutionsforschung benannt ist,  war eine der wichtigsten Figuren des Umsturzes 1792 in Frankreich.</p>
<p>Mit Fu&#223;noten erweckt der Autor den Eindruck wissenschaftlicher Akribie. Tats&#228;chlich verstecken sich dahinter viele interessante Zusatzinfos. Die kursiv-gedruckten Zitate des Grafen Mirabeau bringen die Geschichte indes nicht wirklich vorw&#228;rts.</p>
<p>Ich wei&#223; ja nicht, ob Richard K. Breuer aktiv nach einem Verleger gesucht hat. Falls ja, und er hat keinen gefunden, wundert es nicht unbedingt. Gleichwohl ist &#8220;Die Liebesnacht des Dichters Tiret&#8221; ein Einstieg. Das in der Danksagung zitierte Schnitzler-Wort &#8220;Ich m&#252;&#223;te eigentlich noch ber&#252;hmter sein&#8221; ist &#8230; naja &#8230; gelungenes Selbstmarketing, vielleicht?</p>
<p>Bewertung: ***</p>
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		<item>
		<title>Brennende B&#252;cher des t&#228;towierten Mars-Kolonisten</title>
		<link>http://www.lesenblog.de/2008/08/18/bradbury-1/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 03:08:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Roman]]></category>
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		<description><![CDATA[Ray Bradbury &#8220;Space Opera&#8221; (&#8220;Der illustrierte Mann&#8221;, &#8220;Die Mars-Chroniken&#8221;, &#8220;Fahrenheit 451&#8243; Hardcover im Schuber), 960 Seiten, 39 €, Diogenes, ISBN: 978-3257066500; Der Mann ist ein Genie, ein verkanntes Genie. Denn Ray Douglas Bradbury ist noch immer zu vielen Literaturfreunden nicht bekannt. Er verbindet auf raffinierte kindliche Lust zum Fabulieren mit z&#252;ndender Sozialkritik. Der Diogenes-Verlag pflegt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ray Bradbury &#8220;Space Opera&#8221; (&#8220;Der illustrierte Mann&#8221;, &#8220;Die Mars-Chroniken&#8221;, &#8220;Fahrenheit 451&#8243; Hardcover im Schuber), 960 Seiten, 39 €, Diogenes, ISBN: 978-3257066500; </em></p>
<p><a href="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/07/bradbury_1.gif"><img class="alignnone size-medium wp-image-583" title="bradbury_1" src="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/07/bradbury_1-182x300.gif" alt="" width="79" height="131" /></a></p>
<p>Der Mann ist ein Genie, ein verkanntes Genie. Denn Ray Douglas Bradbury ist noch immer zu vielen Literaturfreunden nicht bekannt. Er verbindet auf raffinierte kindliche Lust zum Fabulieren mit z&#252;ndender Sozialkritik. Der Diogenes-Verlag pflegt Bradburys Werk seit Jahrzehnten und hat nun unter dem Titel &#8220;Space Opera&#8221; drei der wichtigsten Werke &#252;berarbeitet und als Hardcover neu ver&#246;ffentlicht.</p>
<p><span id="more-582"></span></p>
<p>Mit &#8220;Fahrenheit 451&#8243; gelangte der 1920 geborene Autor als 33-J&#228;hriger zu Weltruhm, vor allem als Francois Truffaut dieses Meisterwerk in den 1960er Jahren genial verfilmte &#8211; die Geschichte eines Feuerwehrmannes, dessen Aufgabe es ist, B&#252;cher zu verbrennen &#8211; bei 451 Grad Fahrenheit (232 Grad Celsius) gehen sie in Flammen auf.</p>
<p>Feuerwehrmann Guy Montag wei&#223; nicht, was er tut. Und als es versteht, will er aus dem System ausbrechen. B&#252;cherverbrennung, ein Schlagwort, dass wir seit 1933 kennen. Bradbury dient es als Symbol einer Parabel &#252;ber ein menschenverachtendes System. Diogenes hat das Werk nicht nur neu &#252;bersetzen lassen, Bradbury schrieb auch ein neues Vorwort dazu.</p>
<p>Oder die &#8220;Mars-Chroniken&#8221;. Hier nutzt Bradbury das in den 50er Jahre so popul&#228;re Thema Besiedelung des Mars&#8217;, um komplexe &#196;ngste der Amerikaner darzustellen &#8211; mitten im kalten Krieg, im Kampf um die Vorherrschaft der Welt. Bis heute ist Bradburys Klassiker aktuell.</p>
<p>Und der &#8220;Illustrierte Mann&#8221;, mein Lieblingsbuch von Bradbury, eine Sammlung von wunderbaren Kurzgeschichten, erz&#228;hlt von einem &#252;ber und &#252;ber t&#228;towierten Mann &#8211; ein wahres Lesevergn&#252;gen.</p>
<p>Diogenes sei Dank, dass Bradburys Kunst bis heute gepflegt wird. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn &#8220;Space Opera&#8221; ist auch optisch ein gro&#223;er Wurf: im Papp-Schuber als orangefarbene Leinenb&#228;nde mit Leseb&#228;ndchen. Weniger w&#228;re diesem Welt-Schriftsteller allerdings auch nicht angemessen gewesen.</p>
<p>Bewertung: *****</p>
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		<item>
		<title>Kein Heil in der virtuellen Welt</title>
		<link>http://www.lesenblog.de/2008/08/10/welt-genug/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Aug 2008 03:46:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Tim Guest &#8220;Die Welt ist nicht genug&#8221;, 364 Seiten, 19,90 €, Rogner &#38; Bernhard, ISBN: 978-3807710419 (erh&#228;ltlich &#252;ber www.zweitausendeins.de); Was ist Realit&#228;t? Was Fiktion? Ist das ganze Leben wirklich so, wie es scheint. Sp&#228;testens seit der unvergleichbaren &#8220;Matrix&#8221;-Trilogie stellen wir uns diese Frage. Inzwischen hat das Leben uns eingeholt. &#8220;Second Life&#8221; ist f&#252;r viele der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Tim Guest &#8220;Die Welt ist nicht genug&#8221;, 364 Seiten, 19,90 €, Rogner &amp; Bernhard, ISBN: 978-3807710419 (erh&#228;ltlich &#252;ber www.zweitausendeins.de); </em></p>
<p><a href="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/06/guest.gif"><img class="alignnone size-medium wp-image-552" title="guest" src="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/06/guest-182x300.gif" alt="" width="80" height="132" /></a></p>
<p>Was ist Realit&#228;t? Was Fiktion? Ist das ganze Leben wirklich so, wie es scheint. Sp&#228;testens seit der unvergleichbaren &#8220;Matrix&#8221;-Trilogie stellen wir uns diese Frage. Inzwischen hat das Leben uns eingeholt. &#8220;Second Life&#8221; ist f&#252;r viele der Ersatz f&#252;r wirkliche Probleme. Der Journalist Tim Guest ist in diese Welten eingetaucht.</p>
<p><span id="more-551"></span></p>
<p>Ist &#8220;Second Life&#8221; nur eine dieser vielen Internet-Hype-Cyberspace-Geschichten? Wohl nicht, auch wenn der Stern dieser virtualisierten Wirklichkeit zuletzt zu sinken schien, es sind noch immer um die 70 Millionen Menschen &#8211; also fast so viele wie es Menschen in Deutschland gibt, die einen Teil ihres Lebens in Bits und Bytes stecken.</p>
<p>F&#252;r die meisten von ihnen ist &#8220;Second Life&#8221; so real wie eine reale Welt, ein Teil ihres Lebens, auch wenn die Bits an Bytes nur ein Bild sind. Sex ist die gefragteste Ware in dem Online-Land, ganz wie in der Wirklichkeit.</p>
<p>Dort werden zum Beispiel Ehen geschlossen, von Menschen, die sich nie wirklich gesehen haben, die nicht einmal &#252;ber das Land Bescheid wissen, in dem ihre Sch&#246;pfer leben, geschweige denn, dass sie deren Geschlecht kennen. Egal, f&#252;r wie bekloppt man dies halten mage und wie gering die juristische Wirksamkeit solcher Vorg&#228;nge ist &#8211; f&#252;r die Spieler ist all dies real.</p>
<p>Und warum jemand so etwas. Tim Guest, Journalist, 30 Jahre alt, gibt eine m&#246;gliche Antwortschon im Titel seines Buchs: &#8220;Die Welt ist nicht genug.&#8221; Die Menschen f&#252;hlen sich von ihrer Realit&#228;t eingeschr&#228;nkt und streben in die (angebliche) Unendlichkeit virtueller Welten.</p>
<p>Guest ist auf eine Reise durch diese Sph&#228;ren gegangen, hat Au&#223;enseiter &#8220;besucht&#8221;, etwa eine Gruppe schwerstbehinderter Menschen, die so ein zweites, normales Leben geschaffen haben. Er besucht einen Mafioso, der sich in Second Life tats&#228;chlich erfolgreich mit Erpressung durchschl&#228;gt.</p>
<p>Interessanter als diese Freaks sind allerdings die Beschreibungen der vielen &#8220;normalen&#8221; Menschen im zweiten Leben. Sie leben dort ihren Alltag nach, aber vielleicht nicht in Pusemuckel in der Provinz, sondern als Weltb&#252;rger im virtuellen New York, Paris oder Tokio.</p>
<p>Einen Fehler aber hat dieses Buch. Buch ist das falsche Medium zur Beschreibung solcher Ph&#228;nomene. Sie entwickeln sich schnell, fallen aber auch genauso schnell wieder zusammen. &#8220;Second Life&#8221; ist ein Beispiel daf&#252;r: Nach einem Hype vor gut einem Jahr ist es aus den Medien wieder v&#246;llig verschwunden.</p>
<p>Ein weiteres Problem ist neben einer nicht eben virtuosen &#220;bersetzung ist die Zielgruppe: F&#252;r jene, die sich in der Virtualit&#228;t etwas auskennen, ist das Buch zu banal, f&#252;r Laien aber mitunter zu schwierig. Trotzdem stehe ich zu Guests Werk. Und wenn ich in 20 Jahren mal wieder drin rumbl&#228;ttere, werde ich mich wundern, was die Leute im ersten Jahzehnt des 21. Jahrhunderts f&#252;r Sachen getrieben haben.</p>
<p>Bewertung: ***</p>
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		<item>
		<title>Welchen Wert hat ein Leben?</title>
		<link>http://www.lesenblog.de/2008/06/30/welchen-wert-hat-ein-leben/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jun 2008 04:45:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
				<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ninni Holmqvist &#8220;Die Entbehrlichen&#8221;, 320 Seiten, 19,90 €, Fahrenheit, ISBN: 978-3940813008; Wir haben ein Problem: Die Menschen werden immer &#228;lter und damit immer teurer. Das L&#246;sungsmodell von Ninni Holmqvist ist ethisch nicht korrekt, es ist auch nicht sympathisch, es fasziniert in seiner Schlichtheit: Frauen ab 50 und M&#228;nner ab 60 kommen, sofern sie keine Kinder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ninni Holmqvist &#8220;Die Entbehrlichen&#8221;, 320 Seiten, 19,90 €, Fahrenheit, ISBN: 978-3940813008; </em></p>
<p><a href="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/06/holmqvist.gif"><img class="alignnone size-medium wp-image-521" title="holmqvist" src="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/06/holmqvist-195x300.gif" alt="" width="83" height="128" /></a></p>
<p>Wir haben ein Problem: Die Menschen werden immer &#228;lter und damit immer teurer. Das L&#246;sungsmodell von Ninni Holmqvist ist ethisch nicht korrekt, es ist auch nicht sympathisch, es fasziniert in seiner Schlichtheit: Frauen ab 50 und M&#228;nner ab 60 kommen, sofern sie keine Kinder haben, in die &#8220;Einheit&#8221; als Ersatzteillager f&#252;r den anderen Teil des Gesellschaft. Die Entbehrlichen dienen den Ben&#246;tigten.</p>
<p><span id="more-522"></span></p>
<p>Es geht um Grundfragen: Um die nach dem Sinn des Lebens etwa. Also die Erhaltung der Art. Und um die Frage: Welchen Wert hat ein Menschenleben? Diskussionen, die in Zeiten, wo Klonen normal geworden ist und mit Stammzellen herumexperiment wird, notwendig werden. Es geht in diesem Roman aber auch um ein Klassensystem, eine Gesellschaft, die versorgt und entsorgt.</p>
<p>Dorrit Wegner, die Ich-Erz&#228;hlerin, geh&#246;rt zu den &#8220;Entbehrlichen&#8221;. Nicht nur, dass sie nie Mutter wurde, kein anderer Mensch bezeugt, dass er (oder sie) wirklich geliebt wurde. Also kommt sie an ihrem 50. Geburtstag in die &#8220;Einheit&#8221;. Deren Bewohner folgen einem Zweck, als menschliches Ersatzteillager stehen sie f&#252;r psychologische Tests, Medizinversuche und Organentnahmen zur Verf&#252;gung &#8211; bis zum vorzeitigen Tod.</p>
<p>Nur, es passiert etwas, dass in diesem Programm nicht vorgesehen ist: Dorrit verliebt sich in einen Mitbewohner &#8211; und wird schwanger. Das System reagiert ungeordnet. Entweder sie gibt ihr Kind zur Adoption frei oder sie spendet bereits den F&#246;tus einer anderen, einer j&#252;ngeren Frau. Nicht angeboten von offizieller Seite wird ihr die dritte M&#246;glichkeit: Die Flucht.</p>
<p>&#8220;Die Entbehrlichen&#8221; ist der erste Roman der 50-j&#228;hrigen Autorin, die in S&#252;dschweden lebt und seit 1995 in ihrem Heimatland Erz&#228;hlungen ver&#246;ffentlicht. Holmqvist hat schon in der Altenpflege gearbeitet, als Erzieherin, hat also eine Affinit&#228;t zu Sozialfragen und kombiniert sie hier mit Themen wie Organspende und der Effizienz einer Gesellschaft, in der alles Leben, alles Schaffen monet&#228;r  bewertet wird.</p>
<p>Ist die R&#252;ckkehr zur Menschlichkeit die L&#246;sung?</p>
<p>Bewertung: *****</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Gegenwart klingt wie die Zukunft</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jun 2008 03:21:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lebenshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[William Gibson &#8220;Quellcode&#8221;, 448 Seiten, 22,50 €, Klett-Cotta, ISBN: 978-3608937695; William Gibson ist ein Ph&#228;nomen: Die Zukunft, die der Erfinder des Cyberpunks in den 1980-er Jahren in seinen Romanen (unter anderem die &#8220;Neuromancer&#8221;-Trilogie) beschrieb, ist inzwischen Gegenwart, und die Gegenwart, die er in &#8220;Mustererkennung&#8221; und jetzt in &#8220;Quellcode&#8221; beschreibt, klingt wie die Zukunft. &#8220;Wer heutzutage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>William Gibson &#8220;Quellcode&#8221;, 448 Seiten, 22,50 €, Klett-Cotta, ISBN: 978-3608937695; </em></p>
<p><a title="gibson.gif" href="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/03/gibson.gif"><img src="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/03/gibson.thumbnail.gif" alt="gibson.gif" /></a></p>
<p>William Gibson ist ein Ph&#228;nomen: Die Zukunft, die der Erfinder des Cyberpunks in den 1980-er Jahren in seinen Romanen (unter anderem die &#8220;Neuromancer&#8221;-Trilogie) beschrieb, ist inzwischen Gegenwart, und die Gegenwart, die er in &#8220;Mustererkennung&#8221; und jetzt in &#8220;Quellcode&#8221; beschreibt, klingt wie die Zukunft.</p>
<p><span id="more-436"></span></p>
<p>&#8220;Wer heutzutage  nicht verwirrt ist,  ist wahrscheinlich psychotisch&#8221;,  hei&#223;t es nach  irritierenden  421 Seiten. Gerade erst setzt sich das Mosaik zusammen,  erf&#228;hrt man, um was es geht, in dieser Geschichte von  Hollis, Tito, Bobby und dem geheimnisvollen Bigent.  Drei Geschichten erz&#228;hlt Gibson parallel , und irgendwie ist klar, dass es eine Verbindung geben muss, aber welche?</p>
<p>Es ist die Sprache Gibsons, die fasziniert und fesselt, dieses lakonisch-sparsame gepaart mit einer technischen Detailiertheit. Gibson erz&#228;hlt von technischen Spirenzien, von denen, wir nie geahnt h&#228;tten, bei denen wir aber nicht zweifeln, dass es sie gibt.</p>
<p>Erst nach 400 Seiten, nach rund 90 Prozent des Romans, versteht der Leser, um was es eigentlich gehet &#8211; um einen Schelmenstreich, um Gerechtigkeit. Aber die Handlung z&#228;hlt nicht, wie immer bei Gibson ist es die Erz&#228;hlweise, die fasziniert, der Punk in der Sprache, dieses klinisch-emotionale, dieser Widerspruch.</p>
<p>Die Geschichte klingt, als spiele sie in einer nicht eben gloriosen Zukunft, aber wir sind in der Jetztzeit, in unser mediendominierten Gesellschaft voller Gegens&#228;tze und Widerspr&#252;che. Letztere sind Gibsons Elixier &#8211; eine Ex-S&#228;ngerin, die als Journalistin f&#252;r einen machthungrigen Medienmogul Geheimnisse ausforschen soll und durch Zufall auf ein Komplott st&#246;&#223;t, dass wie ein Dumme-Jungen-Streich die M&#228;chtigen im Hintergrund &#228;rgert.</p>
<p>Ich habe dieses Buch, dass so verwirrend und so kompliziert ist, mit Leidenschaft gelesen &#8211; ein  echter Gibson. Nur den deutschten Titel &#8220;Quellcode&#8221; , den habe ich bis heute nicht verstanden. Der ist Unsinn.</p>
<p>BNewertung: *****</p>
<p><span style="overflow: hidden; position: absolute; height: 0pt; width: 0pt;"><a href="http://kvantservice.com/">???????? ????? ????????</a></span></p>
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		<title>Sinnentleerte, unspannende Weltverschw&#246;rung</title>
		<link>http://www.lesenblog.de/2008/01/22/sinnentleerte-unspannende-weltverschworung/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Jan 2008 05:51:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Christian Kracht/Ingo Niermann, &#8220;Metan&#8221;, 141 Seiten, 14,90 €, Verlag Rogner &#38; Bernhard, ISBN: 978-3807710273; Ein Furz ist ein Furz ist ein Furz. Und was hinten rauskommt, ist Met(h)an, der Stoff aus dem die Tr&#228;ume der beiden Kilimanjaro-Bezwinger Christian Kracht und Ingo Niermann ist. Von wegen &#8220;unglaubliche Wahrheit&#8221; und &#8220;spannend geschrieben&#8221;, die angebliche Weltverschw&#246;rungs-Wahrheit ist grober [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Christian Kracht/Ingo Niermann, &#8220;Metan&#8221;, 141 Seiten, 14,90 €, Verlag Rogner &amp; Bernhard, ISBN: 978-3807710273;</em></p>
<p><a href="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/01/metan.gif" title="metan.gif"><img src="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/01/metan.thumbnail.gif" alt="metan.gif" /></a></p>
<p>Ein Furz ist ein Furz ist ein Furz. Und was hinten rauskommt, ist Met(h)an, der Stoff aus dem die Tr&#228;ume der beiden Kilimanjaro-Bezwinger Christian Kracht und Ingo Niermann ist. Von wegen &#8220;unglaubliche Wahrheit&#8221; und &#8220;spannend geschrieben&#8221;, die angebliche Weltverschw&#246;rungs-Wahrheit ist grober Unfug.<span id="more-278"></span></p>
<p>Christian Kracht geh&#246;rt zu jenen Gerngro&#223;&#8217;, die aufgrund ausgezeichneter Selbstdarstellung hoch gehandelt werden. Der einstige Zeitgeistredakteur arbeitete zuletzt sogar als Kolumnist f&#252;r die Frankfurter Allgemeine. Dennoch ist sein literarischer Wert so inhaltsschwer wie der schon  angesprochene Furz.</p>
<p>Immerhin wei&#223; der Leser dieses gottlob doch sehr schmalen B&#252;chleins, dass eine unsichtbare Zivilisation die Erde beherrscht. Und unseren beiden Literaten ist es gelungen, exklusiv mit dieser Lebensform in Verbindung zu treten, w&#228;hrend sie gerade den h&#246;chsten Berg Afrikas besteigen.</p>
<p>Genug der Worte verschwendet. Was wirklich schockiert: Dieses Buch ist angeblich der erste Teil einer Triologie. Ohje ohje.</p>
<p>Bewertung: *</p>
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		<title>Ickes Matrix-Universum ist blo&#223;er Unfug</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jan 2008 05:29:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[David Icke, &#8220;Unendliche Liebe ist die einzige Wahrheit &#8211; Alles andere ist Illusion&#8221;, 284 Seiten, 24 €, Mosquito-Verlag, ISBN 978-3928963121; Was ist Wirklichkeit? Ist das was wir sehen &#252;berhaupt real? Im Kino hat die Matrix-Trilogie solche Visionen auf faszinierende Weise transportiert. Jetzt hat sich auch der ehemalige Profi-Fu&#223;baller und Schriftsteller David Icke der Idee eines [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>David Icke, &#8220;Unendliche Liebe ist die einzige Wahrheit &#8211; Alles andere ist Illusion&#8221;, 284 Seiten, 24 €, Mosquito-Verlag, ISBN 978-3928963121; </em></p>
<p><a href="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2007/12/icke.gif" title="icke.gif"><img src="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2007/12/icke.thumbnail.gif" alt="icke.gif" /></a></p>
<p>Was ist Wirklichkeit? Ist das was wir sehen &#252;berhaupt real? Im Kino hat die Matrix-Trilogie solche Visionen  auf faszinierende Weise  transportiert. Jetzt hat sich auch der ehemalige Profi-Fu&#223;baller und Schriftsteller David Icke der Idee eines &#8220;holografischen Universums gewidmet. <span id="more-242"></span></p>
<p>&#8220;Die Entlarvung der Traumwelt, die wir f&#252;r wirklich halten&#8221;, so lautet der Untertitel seines im Mosquito-Verlag erschienenen Buchs. Der Verschw&#246;rungstheoretiker sieht die Menschheit als Opfer der Illuminati und Freimaurer, jener geheimnisvollen Geheimb&#252;nde, denen auch in popul&#228;ren Werken wie dem Da-Vinci-Code gehuldigt wird.</p>
<p>Alles Einbildung? David Icke, der nach dem Ende seiner Torh&#252;ter-Karriere als Sportreporter bei der BBC angeheuert hatte, versteht sich auszudr&#252;cken. Wie der 55-J&#228;hrige beweisen m&#246;chte, hat die Wissenschaft viele Indizien ans Licht gebracht, die die holografische Realit&#228;t unserer Welt belegen, sieht den Wald vor lauter B&#228;umen allerdings nicht mehr.</p>
<p>Oder ist das nur ein Witz? Immerhin zitiert Icke zu Beginn seines Buchs Eric Idle, den Kopf der brillianten britischen Komikertruppe Monty Python. Und doch meint der ehemalige Sprecher der britischen Gr&#252;nen ernst, was er schreibt.</p>
<p>Die so genannten „Mysterien&#8221; des Lebens: Wer sind wir? Was tun wir hier? Was ist der menschliche K&#246;rper und warum altert er? Wer kontrolliert unsere Realit&#228;t? Warum gibt es so viel Krieg in der Welt, Hunger, Leiden und Stress? Was ist „Verstand&#8221; und „Emotion&#8221;, und warum werden wir davon kontrolliert?</p>
<p>&#8220;David Ickes Erz&#228;hlstil, unterst&#252;tzt von Neil Hagues herausragenden Illustrationen, werden die Realit&#228;t &#8211; das Leben &#8211; von jedermann ver&#228;ndern, der den Mut hat, dieses Buch zu lesen&#8221;, hei&#223;t es im Blog Alleinklang. Ganz ehrlich: Eigentlich ist das  ganze Buch ein richtiger Unfug, allerdings gut dargestellt.</p>
<p>Bewertung: **</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Wer anders ist, ist ohnm&#228;chtig</title>
		<link>http://www.lesenblog.de/2007/12/21/wer-anders-ist-ist-ohnmachtig/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Dec 2007 05:18:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
				<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Boris Strugatzki, &#8220;Die Ohnm&#228;chtigen&#8221;, 339 Seiten, 22,50 €, Klett-Cotta (Hobbit-Presse), ISBN: 978-3608937749; Als Arkadi noch lebte, schufen die Strugatzkis Meilensteine der Zukunftsliteratur, &#8220;Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein&#8221; und &#8220;Picknick am Wegesrand&#8221;, das unter dem Titel &#8220;Stalker&#8221; verfilmt worden ist. In seinem j&#252;ngsten Werk, dem zweiten Solo-Roman, kn&#252;pft Boris an alte Zeiten an. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Boris Strugatzki, &#8220;Die Ohnm&#228;chtigen&#8221;, 339 Seiten, 22,50 €, Klett-Cotta (Hobbit-Presse), ISBN: 978-3608937749; </em></p>
<p><a href="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2007/12/boris.gif" title="boris.gif"><img src="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2007/12/boris.thumbnail.gif" alt="boris.gif" /></a></p>
<p>Als Arkadi noch lebte, schufen die Strugatzkis Meilensteine der Zukunftsliteratur, &#8220;Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein&#8221; und &#8220;Picknick am Wegesrand&#8221;, das unter dem Titel &#8220;Stalker&#8221; verfilmt worden ist. In seinem j&#252;ngsten Werk, dem zweiten Solo-Roman, kn&#252;pft Boris an alte Zeiten an.<span id="more-215"></span></p>
<p>Was die Strugatzkis von jeher auszeichnet, ist die Synthese von Science-Fiction und russischer M&#228;rchentradition, gepaart mit einer geradezu &#252;berbordenden Lust an Auffrischung. Geradezu lakonisch, reduziert ist Strugatzkis Sprache.</p>
<p>Im Mittelpunkt steht eine Gruppe von Menschen mit au&#223;ergew&#246;hnlichen F&#228;higkeiten: Einer erkennt jede L&#252;ge sofort wenn sie ausgesprochen ist, ein anderer hat das absolute Ged&#228;chtnis, und der dritte wiederum kann die Psyche der Menschen um ihn herum manipulieren. Entdeckt hat diese au&#223;erordentlichen Talente ein Mann, dessen Geschichte zur&#252;ckgeht bis zu den Menschenversuchen in der Stalinzeit.</p>
<p>Als eine korrupte Politmafia versucht, einen der Au&#223;ergew&#246;hnlichen zu missbrauchen, um die Wahl zu gewinnen, m&#252;ssen die &#8220;Ohnm&#228;chtigen&#8221; zusammenhalten. Nicht immer ist es leicht, der etwas verschwurbelten Geschichte zu folgen.</p>
<p>Geradezu skurill sind die detailverliebten Schilderungen des Autors. Und was uns nicht nur bei den B&#252;rokratieschilderungen in Leser-Aussagen als Ironie erklingen mag, ist sinnbildlich f&#252;r das moderne, postkommunistische Russland. Denn ohnm&#228;chtig sind meist die klugen und zur&#252;ckhaltenden. Die Handlung, die von einem zum anderen springt, verr&#228;t viel &#252;ber die Haltung in Russland.</p>
<p>Irgendwie kommt Strugatzki her&#252;ber wie eine Mischung zwischen dem Technokraten Stanisla Lem und dem &#8220;Spinner&#8221; Douglas Adams (&#8220;Per Anhalter durch die Galaxis&#8221;). Lesenswert ist dies allemal, ein gewisses Durchhalteverm&#246;gen ist allerdings erforderlich.</p>
<p>Bewertung: ****</p>
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