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	<title>Lauter Lesenswertes &#187; Naturwissenschaft</title>
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	<description>Neue und nicht mehr ganz neue Bücher</description>
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		<title>Wasser ist alles, ohne Wasser ist alles nichts</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 03:01:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Gunther Hirschfelder/Angelika Ploeger (Hrsg.) &#8220;Purer Genuss?&#8221;, 295 Seiten, 29,90 €, Campus, ISBN: 978-3593390284; Ein Buch &#252;ber Wasser, das erschien mir erstmal seltsam. Klar Wasser ist Leben, und wir Menschen bestehen zu &#252;ber 90 Prozent aus Wasser. Und Wasser ist mancherorts knapp, ja es soll sogar Ausl&#246;ser f&#252;r Kriege in der Zukunft sein. Und so ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Gunther Hirschfelder/Angelika Ploeger (Hrsg.) &#8220;Purer Genuss?&#8221;, 295 Seiten, 29,90 €, Campus, ISBN: 978-3593390284; </em></p>
<p><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-4750" title="Ware_Wasser" src="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2009/09/Ware_Wasser-96x150.gif" alt="Ware_Wasser" width="96" height="150" /></p>
<p>Ein Buch &#252;ber Wasser, das erschien mir erstmal seltsam. Klar Wasser ist Leben, und wir Menschen bestehen zu &#252;ber 90 Prozent aus Wasser. Und Wasser ist mancherorts knapp, ja es soll sogar Ausl&#246;ser f&#252;r Kriege in der Zukunft sein. Und so ist das Thema nicht merkw&#252;rdig, es ist h&#246;chstens merkw&#252;rdig, dass es nicht l&#228;ngst ein solches Buch gab.</p>
<p><span id="more-4749"></span>Wasser ist l&#228;ngst globales Thema, voriges Jahr wurden Zeitungsleser mit Berechnungen &#252;ber virtuelles Wasser erschreckt. Demnach verbraucht eine Tasse Kaffee nicht nur eine Tasse Wasser, sondern auch 140 Liter f&#252;r Produktion und Transport.</p>
<p>Grundlage des von dem Bonner Kulturantropologen Gunter Hirschfelder verantworteten Sammelbands ist eine Tagung, die im Mai 2006 in Heidelberg stattfand. Hirschfelder und seine drei Mit-Herausgeber Angelika Ploeger, Volker Pudel sowie Gesa Sch&#246;nberger haben die Vortr&#228;ge in vier Themenbl&#246;cken gegliedert.</p>
<p>Am Anfang geht es um den Umgang mit Trinkwasser, dessen Qualit&#228;t und die globalen Verflechtungen. Es folgt eine &#8220;Kulturgeschichte des Durstes&#8221; und Glaubensfragen ans Wasser. Dazu gibt es ganz konkrete medizinische Fragestellungen und zum Schluss wird die An- und Verwendung von Wasser als Rohstoff und als Produkt beleuchtet: &#8220;Von der Industrie zur Gastronomie&#8221;.</p>
<p>Ein wertvolles Sachbuch f&#252;r Menschen, die mehr wissen wollen.</p>
<p>Bewertung ****</p>
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		<title>Das ist die Magie der Zahlen</title>
		<link>http://www.lesenblog.de/2010/01/31/beremis_welt/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 03:21:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Märchen]]></category>
		<category><![CDATA[Naturwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Malba Tahan &#8220;Beremís&#8217; Welt&#8221;, 320 Seiten, 19,90 €, Kein &#38; Aber, ISBN: 978-3036955445; Ich gebe zu, Mathematik fand ich immer extrem unlustig. Weder habe ich verstanden, was die Lehrer mir sagen wollten. Noch wusste ich etwas anzufangen, mit all diesen Integral- und waswei&#223;ich Rechnungen. Aber mir war immer klar, es fehlt etwas. Seit &#8220;Beremís Welt&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Malba Tahan &#8220;Beremís&#8217; Welt&#8221;, 320 Seiten, 19,90 €, Kein &amp; Aber, ISBN: 978-3036955445; </em></p>
<p><a href="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2010/01/tahan_beremis.gif"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-5954" title="tahan_beremis" src="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2010/01/tahan_beremis-86x150.gif" alt="" width="86" height="150" /></a></p>
<p>Ich gebe zu, Mathematik fand ich immer extrem unlustig. Weder habe ich verstanden, was die Lehrer mir sagen wollten. Noch wusste ich etwas anzufangen, mit all diesen Integral- und waswei&#223;ich Rechnungen. Aber mir war immer klar, es fehlt etwas. Seit &#8220;Beremís Welt&#8221; wei&#223; ich was: Mathe kann tats&#228;chlich Spa&#223; machen.</p>
<p><span id="more-4398"></span>Dieses geniale, aber v&#246;llig untersch&#228;tzte Buch hat mir die Augen ge&#246;ffnet. Die Reise des armen, aber zahlenbegabten Hirtenjungen Beremís entlang des Tigris&#8217; nach Bagdad, auf der er allerhand R&#228;tsel l&#246;st, ist ein Genuss. Angelehnt an orientalische M&#228;rchenerz&#228;hler erz&#228;hlt Malba Tahan allerlei Kurioses und Grunds&#228;tzliches zu den gro&#223;en Mathematikern der Geschichte.</p>
<p>Daneben habe ich viel erfahren &#252;ber den reichen Schatz islamischer Wissenschaften und wie sie jahrhundertlang die Kollegen im Westen inspiriert haben. Nicht umsonst sind unsere Ziffern arabischen Ursprungs.</p>
<p>Faszinierend wie spielerisch der Junge erkl&#228;rt, wie man ein Erbe von 35 Kamelen auf drei Br&#252;der aufteilt und selbst f&#252;r vierstellige Zahlen ganz einfach die Quadratwurzel errechnet. Die viel zitierte Magie der Zahlen bekommt einen ganz neuen Reiz.</p>
<p>&#8220;Beremís Welt&#8221; ist ein Klassiker. Es wurde in Brasilien schon vor 26 Jahren ver&#246;ffentlicht, und 1992 bei Patmos auf deutsch. Sch&#246;n, dass der kleine aber feine Schweizer Verlag Kein &amp; Aber die &#8220;Reise durch das Universum der Mathematik&#8221; nun erneut verf&#252;gbar gemacht hat.</p>
<p>Der Autor Malba Tahan ist &#252;brigens kein Orientale, sondern ein brasilianischer  Mathematikprofessor namens Júlio C&#233;sar de Mello e Souza (1895 bis 1974), der neben B&#252;chern &#252;ber die Mathematik, auch erfolgreiche Romane und Erz&#228;hlungen ver&#246;ffentlichte. F&#252;r Bestsellerautor Paulo Coelho war er ein gro&#223;es Vorbild.</p>
<p>Bewertung: *****</p>
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		<title>Die Natur wei&#223; alles und kann alles</title>
		<link>http://www.lesenblog.de/2009/09/24/krisenmanagerin/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 03:40:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurt G. Bl&#252;chel/Helge Sieger (Hrsg.) &#8220;Krisenmanagerin Natur&#8221;, 240 Seiten, 24 €, DWC Medien, ISBN: 978-3981035513; Schon den Autoren des Alten Testaments war klar: Die Krise ist Bestandteil des Menschseins: Die &#220;berwindung von Krisen stellt sich indes als immer wieder neue Herausforderung dar &#8211; deren Verhinderung als Unm&#246;glichkeit: Die n&#228;chste Wirtschaftskrise kommt bestimmt.  Oder kann uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Kurt G. Bl&#252;chel/Helge Sieger (Hrsg.) &#8220;Krisenmanagerin Natur&#8221;, 240 Seiten, 24 €, DWC Medien, ISBN: 978-3981035513;</em></p>
<p><em><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-4778" title="Krise" src="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2009/09/Krise-96x150.gif" alt="Krise" width="96" height="150" /></em></p>
<p>Schon den Autoren des Alten Testaments war klar: Die Krise ist Bestandteil des Menschseins: Die &#220;berwindung von Krisen stellt sich indes als immer wieder neue Herausforderung dar &#8211; deren Verhinderung als Unm&#246;glichkeit: Die n&#228;chste Wirtschaftskrise kommt bestimmt.  Oder kann uns vielleicht die Natur helfen?</p>
<p><span id="more-3501"></span></p>
<p>&#8220;Die Ameise soll&#8217;s richten&#8221;, so lautet das inoffizielle Motto dieser von den beiden Wissenschaftsjournalisten Kurt G. B&#252;chel und Helge Sieger herausgegebenen Sammlung von Aufs&#228;tzen. Und in der Tat: Kein Problem, dass wir Menschen haben, ist in der Natur unbekannt und l&#228;ngst gel&#246;st worden.</p>
<p>Aus lebenden Systeme lassen sich innovative Produkte (&#8220;Bionik&#8221;) abschauen, aber auch komplexe (oder auch ganz einfache) L&#246;sungssysteme f&#252;r komplexe Problemstellungen. Die Kunst ist, diese in unsere Welt zu &#252;bersetzen. Dazu gibt das Buch etliche Anleitungen, viele davon sehr praxistauglich &#8211; f&#252;r Manager, Politiker, aber auch Sozialorganisationen.</p>
<p>&#8220;Schwarmintelligenz&#8221; ist so ein Zauberwort, womit wir wieder bei den Ameisen w&#228;ren oder den Fischen. In unserer Welt hei&#223;t es inzwischen &#8220;Cloud Computing&#8221;. F&#252;r jedes Problem fand sich in der Natur eine L&#246;sung &#8211; sonst w&#252;rde es uns gar nicht geben. Man muss diese L&#246;sungen nur erkennen.</p>
<p>Nicht alle werden den Menschen gefallen. So folgt in der Natur auf exzessives Wachstum die Krise &#8211; so weit so gut &#8211; der optimale Zustand ist indes das Null-Wachstum, ein energetisches Gleichgewicht.</p>
<p>Noch ein Beispiel: Der Niedergang der Kaufh&#228;user &#8211; Herti und Karstadt &#8211; l&#228;sst sich mit dem Untergang der Dinosaurier vergleichen. &#220;berleben werden besser angepasste, spezialisierte Unternehmen. Zitat: <em>„Es werden nur die Unternehmen &#252;berleben, die sich rechtzeitig mit neuen Konzepten angepasst haben.“</em></p>
<p><em>Das ist nat&#252;rlich vielfach Binse, trotzdem lehrt das Buch den interessierten Leser, besser hinzuschauen und unangenehme Wahrheiten anzuerkennen. Ein spannender, interessanter Ansatz.</em></p>
<p><em>Bewertung: ****<br />
</em></p>
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		<title>Wir Menschen mussten einfach sein</title>
		<link>http://www.lesenblog.de/2009/05/10/conway_morris/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 May 2009 04:19:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Naturwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Simon Conway Morris &#8220;Jenseits des Zufalls&#8221;, 367 Seiten, 44,90 €, Berlin University Press, ISBN: 978-3940432070; Es ist eines der ungel&#246;sten R&#228;tsel der Menschheit. L&#228;uft die Evolution ziellos ab oder entwickelt sich das Leben zwangsl&#228;ufig zu intelligenten Spezies? Ist der Mensch Zufall oder unvermeidbare Konsequenz des Lebens? Cambridge-Professor Simon Conway Morris jedenfalls glaubt nicht an Zuf&#228;lle. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Simon Conway Morris &#8220;Jenseits des Zufalls&#8221;, 367 Seiten, 44,90 €, Berlin University Press, ISBN: 978-3940432070;</em></p>
<p><em><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2554" title="morris" src="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2009/01/morris-93x150.gif" alt="morris" width="106" height="172" /></em></p>
<p>Es ist eines der ungel&#246;sten R&#228;tsel der Menschheit. L&#228;uft die Evolution ziellos ab oder entwickelt sich das Leben zwangsl&#228;ufig zu intelligenten Spezies? Ist der Mensch Zufall oder unvermeidbare Konsequenz des Lebens? Cambridge-Professor Simon Conway Morris jedenfalls glaubt nicht an Zuf&#228;lle.</p>
<p><span id="more-2553"></span></p>
<p>Das vor einem Jahr bei dem neu gegr&#252;ndeten Verlag Berlin University Press auf deutsch erschienene Werk des Pal&#228;obiologen hat die Darwinisten-Szene m&#228;chtig durcheinander ger&#252;ttelt. Vor 20 Jahren noch hatte Morris&#8217; Kollege Stephen Jay Gould noch vom &#8220;Zufall Mensch&#8221; geschrieben.</p>
<p>Morris hingegen sieht die Evolution einem Bauplan folgend. Sein wichtigstes Indiz daf&#252;r ist Konvergenz, also die unumstrittene Tatsache, dass sich &#228;hnlich Eigenschaften in ganz unterschiedlichen (Tier- und Pflanzenarten) unabh&#228;ngig voneinander entwickelt haben oder entwickeln mussten.</p>
<p>Beispiel gef&#228;llig? Das Auge des Menschen funktioniert fast genauso und folgt einem ganz &#228;hnlichen Bauplan wie das des Ringelwurms oder des Tintenfischs. Warum? Weil es sonst nicht funktionieren k&#246;nnte.</p>
<p>F&#252;r Morris fing alles mit dem Urknall an, also der Sch&#246;pfung des uns bekannten Universums. Ab diesem Zeitpunkt waren <em>&#8220;Lebewesen mit einem gro&#223;en Gehirn, zwei fokussierf&#228;higen Augen und aufrechtem Gang angelegt. Und auch, dass diese Lebewesen in einer kognitiven Welt &#228;hnlich unserer heutigen leben w&#252;rden&#8221;</em>, ist der Wissenschaftler &#252;berzeugt.</p>
<p>Mit seinen in wissenschaftlichen Kreisen h&#246;chst umstrittenen Thesen st&#246;&#223;t Simon Conway Morris eine interessante Diskussion an. Ist es nicht tr&#246;stlich, dass Au&#223;erirdische uns &#228;hnlich sein m&#252;ssen? Und auch die Christenheit sieht ihre Vorstellungen von Gott durch einen g&#246;ttlichen Bauplan zumindest weitgehend best&#228;tigt.</p>
<p>Morris ist ein begabter Rethoriker. &#8220;Jenseits des Zufalls&#8221; ist am&#252;sant geschrieben, reich an Anekdoten und garantiert auch f&#252;r Laien verst&#228;ndlich. Dass der fast 100 Seiten starke Anmerkungen-Teil nicht &#252;bersetzt wurde, ist allerdings r&#228;tselhaft.</p>
<p>Bewertung: ****</p>
<p><em><br />
</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Vom Menschen in gerader Linie zum Bakterium</title>
		<link>http://www.lesenblog.de/2009/01/15/dawkins/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 03:09:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Richard Dawkins &#8220;Geschichten vom Ursprung des Lebens&#8221;, 800 Seiten, 29,90 €, Ullstein, ISBN: 978-3550087486; Die Geschichte des Lebens als Pilgerreise. Zum 200. Geburtstag von Charles Darwin erz&#228;hlt der weltbekannte Zoologe und Biologe die Prinzipien der Evolution. Der Mensch ist dabei nicht das Ma&#223; der Dinge, sondern ein zuf&#228;lliges Produkt. Das Nichtexistieren eines h&#246;heren Plans ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Richard Dawkins &#8220;Geschichten vom Ursprung des Lebens&#8221;, 800 Seiten, 29,90 €, Ullstein, ISBN: 978-3550087486; </em></p>
<p><a href="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/10/dawkins.gif"><img class="alignnone size-medium wp-image-1610" title="dawkins" src="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/10/dawkins-186x300.gif" alt="" width="80" height="129" /></a></p>
<p>Die Geschichte des Lebens als Pilgerreise. Zum 200. Geburtstag von Charles Darwin erz&#228;hlt der weltbekannte Zoologe und Biologe die Prinzipien der Evolution. Der Mensch ist dabei nicht das Ma&#223; der Dinge, sondern ein zuf&#228;lliges Produkt. Das Nichtexistieren eines h&#246;heren Plans ist eine Grundthese des britischen Wissenschaftlers.</p>
<p><span id="more-1609"></span></p>
<p>Der Professor aus Oxford ist einer der streitbarsten Forscher unserer Zeit. Mit seinem Werk &#8220;Der Gotteswahn&#8221; versetzte er vor eineinhalb Jahr Gl&#228;ubige aller Religionen in Wallungen. In der eigentlich s&#228;kularem T&#252;rkei sind gar bis heute Internetseiten mit Hinweisen auf Dawkins gesperrt.</p>
<p>Er wettere gegen McCains Vizepr&#228;sidenten-Kandidatin Sarah Pallin wegen deren angeblicher Sympathie f&#252;r die Kreatonisten, jene Bewegung also, die die Evolutionstheorie zugunsten der biblischen Genesis ablehnt und die in den USA immer mehr F&#252;rsprecher findet.</p>
<p>Die &#8220;Geschichten vom Ursprung des Lebens&#8221; sind im Vergleich zu Dawkins sonstigen Schriften &#8211; ber&#252;hmt wurde er durch die Beschreibung eines Egoismus-Gens &#8211; wissenschaftlich zur&#252;ckhaltend. Er f&#252;hrt uns in der Evolution vom Menschen ausgehend zur&#252;ck und kn&#252;pft Verbindungen zu den &#8220;Vorfahren&#8221; &#8211; von den Menschenaffen &#252;ber Spitzh&#246;rnchen und Beuteltiere bis hin zum Bakterium in der Ursuppe.</p>
<p>Er erz&#228;hlt die Geschichte der ersten Primaten, von blinden H&#246;hlenfischen und von atemberaubend sch&#246;nen Paradiesv&#246;geln. Aus all dem spricht seine gro&#223;e Ehrfurcht vor dem Leben, und sie alle belegen Darwins Evolutionstheorie auf unnachahmliche Weise. Nur eine Frage beantwortet er nicht, die was Lebens ist und wie es tats&#228;chlich entstand. Aber: Bietet Religion hier wirklich die Antwort?</p>
<p>Dawkins meint: <em>&#8220;Vielleicht wird sich, was die Entstehung des Lebens angeht, irgendwann eine mehr oder weniger einheitliche Meinung durchsetzen. Selbst wenn es so sein sollte, habe ich meine Zweifel, ob sie sich durch direkte Befunde belegen l&#228;sst, denn diese sind nach meiner Vermutung alle in Vergessenheit geraten.&#8221; </em></p>
<p>Ein spannendes Buch f&#252;r alle, die mehr wissen m&#246;chten.</p>
<p>Bewertung: *****</p>
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		<item>
		<title>Klug ist, zu wissen, wann man umkehren muss</title>
		<link>http://www.lesenblog.de/2008/05/13/klug-ist-zu-wissen-wann-man-umkehren-muss/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 May 2008 04:37:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hanna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Naturwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Alexander von Humboldt/Oliver Lubrich/Ottmar Ette &#8220;&#220;ber einen Versuch den Gipfel des Chimborazo zu ersteigen&#8221;, 195 Seiten, 19,90 €, Eichborn-Verlag, ISBN: 978-3821807676; Er war einer der ber&#252;hmtesten deutschen Naturforscher und noch dazu auf verschiedenen Kontinenten unterwegs, in Nord- und S&#252;damerika ebenso wie in Asien. Alexander von Humboldt (1769 bis 1859) war unerm&#252;dlich in seinem Drang Neues [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Alexander von Humboldt/Oliver Lubrich/Ottmar Ette &#8220;&#220;ber einen Versuch den Gipfel des Chimborazo zu ersteigen&#8221;, 195 Seiten, 19,90 €, Eichborn-Verlag, ISBN: 978-3821807676; </em></p>
<p><a title="humboldt.gif" href="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/03/humboldt.gif"><img src="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/03/humboldt.thumbnail.gif" alt="humboldt.gif" /></a></p>
<p>Er war einer der ber&#252;hmtesten deutschen Naturforscher und noch dazu auf verschiedenen Kontinenten unterwegs, in Nord- und S&#252;damerika ebenso wie in Asien. Alexander von Humboldt (1769 bis 1859) war unerm&#252;dlich in seinem Drang Neues zu entdecken. Sein Versuch am 23. Juni 1802, den Chimborazo (6310 Meter) in Ecuador zu besteigen, scheiterte allerdings. Davon handelt dieses Buch.</p>
<p><span id="more-447"></span></p>
<p>Ottmar Ette und Oliver Lubrich, Wissenschaftler in Berlin und Potsdam, haben die sagenhafte Expedition anhand der Tagebuchaufzeichnungen ausgewertet. Auch von Humboldt einige hundert Meter unterhalb des Vulkangipfels aufgrund einer unpassierbaren Felsspalte aufgeben musste, hielt der den H&#246;hen-Weltrekord mehrere Jahrzehnte.</p>
<p>Anbetracht der damaligen v&#246;llig ungeeigneten Ausr&#252;stung (etwa die  Schuhe und die Kleidung) ist die Leistung beinahe unglaublich. Zumal der Forscher und seine Mitstreiter schwer litten, unter der H&#246;henkrankheit mit den Symptomen Schwindel, Brechreiz, Blutungen aus Lippen und Zahnfleisch.</p>
<p>Das Buch, in das die beiden Autoren klug und kenntnisreich einf&#252;hren, schildert nicht die Geschichte eines Scheiterns kurz vor dem Wille, sondern &#252;ber die Klugheit, die den Forscher im richtigen Moment umkehren lie&#223;. Humboldt blickt &#8220;in die H&#246;lle aus Schwefel&#8221; und erkennt seine Grenzen. Eine Qualit&#228;t, die in der heutigen Zeit der immer  h&#246;her, immer weiter oft vermisst wird.</p>
<p>Interessant auch die Antworten der Biografen, warum der Reisende seine Erlebnisse in der wohl &#8220;ber&#252;hmtesten Episode seines Lebens&#8221; erst 35 Jahre sp&#228;ter niederschrieb.</p>
<p>Bewertzung: ****</p>
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		<item>
		<title>Das Bewusstsein entwickelt sich in Schleifen</title>
		<link>http://www.lesenblog.de/2008/05/07/das-bewusstsein-entwickelt-sich-in-schleifen/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 May 2008 04:30:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Douglas Hofstadter &#8220;Ich bin eine seltsame Schleife&#8221;, 540 Seiten, 29,50 €, Klett-Cotta, ISBN: 978-3608944440; &#8220;G&#246;del, Escher, Bach&#8221;, &#252;ber 800 Seiten stark, war so etwas wie ein Kultbuch der New-Age-Bewegung in den 1980ern. Es geh&#246;rte zum guten Ton, es besessen zu haben, aber wer hat Hofstadters Theorien schon verstanden: 27 Jahre sp&#228;ter ist jetzt &#8220;der ,G&#246;del, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Douglas Hofstadter &#8220;Ich bin eine seltsame Schleife&#8221;, 540 Seiten, 29,50 €, Klett-Cotta, ISBN: 978-3608944440;</em></p>
<p><a href="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/05/douglas.gif"><img class="alignnone size-medium wp-image-464" title="douglas" src="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/05/douglas-198x300.gif" alt="" width="83" height="108" /></a></p>
<p>&#8220;G&#246;del, Escher, Bach&#8221;, &#252;ber 800 Seiten stark, war so etwas wie ein Kultbuch der New-Age-Bewegung in den 1980ern. Es geh&#246;rte zum guten Ton, es besessen zu haben, aber wer hat Hofstadters Theorien schon verstanden: 27 Jahre sp&#228;ter ist jetzt &#8220;der ,G&#246;del, Escher, Bach&#8217; f&#252;r alle&#8221; erschienen. Er ist nur gut halb so volumin&#246;s. Nun wird vieles klarer.</p>
<p><span id="more-441"></span></p>
<p>Hoifstadter (67), Sohn eines Nobelpreistr&#228;ger, ist Physiker, Informatiker und Bewusstseinsforscher. Sein Thema ist die Erforschung der Intelligenz, die Frage nach dem Wie und Warum, des Selbsts. Er untersucht, wieso 1 + 1 mehr sein kann als 2, wieso allein f&#252;r sich dumme Neuronen-Zellen gemeinschaftlich ein Bewusstsein bilden k&#246;nnen. Und wie entsteht Selbstbewusstsein?</p>
<p>Menschliches Selbstbewusstsein, so Hofstadters bisweilen mystische Theorie, besteht aus Mustern. Diese wiederum bilden Schleifen. Diese Schleifen registrieren alles, was passiert. Sie verstehen sich selbst und verbessern sich &#8211; und die anderen &#8220;Schleifen&#8221;.</p>
<p>Musik und Mathematik, Glauben und Wissenschaft nimmt Hofstadter als Zeugen f&#252;r seine Theorie und nicht zuletzt seine eigene Lebensgeschichte. Vor 15 Jahren starb seine Frau, erst 43-J&#228;hrig, an einem Hirntumor. Auch davon erz&#228;hlt der Physiker &#8211; und macht dieses Buch zu seinem pers&#246;nlichsten.</p>
<p>Vieles von dem, was Hofstadter sprachlich brilliant darstellt, ist  Theorie &#8211; und damit strittig. Das Leben als &#8220;endlosen R&#252;ckkoppelungsprozess&#8221; darzustellen, ist gewagt.  Wissenschaftskollegen etwa tun Hofstadters Vorstellung vom Weiterleben des Bewusstseins Verstorbener als Schleifen in fremden Gehirnen als Glauben ohne wissenschaftlichen Hintergrund ab.</p>
<p>Mag sein, gleichwohl sind die Gedankeng&#228;nge des Wissenschaftlers faszinierend und &#8211; in diesem Buch auch nachvollziehbar.</p>
<p>Bewertung: *****</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Von Kalmaren und sonstigen Seeungeheuern</title>
		<link>http://www.lesenblog.de/2008/04/27/von-kalmaren-und-sonstigen-seeungeheuern/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Apr 2008 05:15:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hanna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Birgit Pelzer-Reith &#8220;Venus, Schildpatt, Knallgarnele&#8221;, 304 Seiten, 19,90 €, Mare-Buchverlag, ISBN: 978-3866480858; &#8220;Alles au&#223;er Fisch&#8221;, der Untertitel sagt es schon: Dies ist kein Nachschlagewerk f&#252;r Hobby-Angler.  Die Molekularbiologin Pelzer-Reith hat allerlei Wissenswertes &#252;ber den gr&#246;&#223;ten  Lebensraum unseres Planeten zusammengetragen &#8211; und zeigt einmal mehr, wie wenig wir bis heute &#252;ber dieses &#214;kosystem wissen. Wir waren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Birgit Pelzer-Reith &#8220;Venus, Schildpatt, Knallgarnele&#8221;, 304 Seiten, 19,90 €, Mare-Buchverlag, ISBN: 978-3866480858; </em></p>
<p><a title="venus.gif" href="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/03/venus.gif"><img src="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/03/venus.thumbnail.gif" alt="venus.gif" /></a></p>
<p>&#8220;Alles au&#223;er Fisch&#8221;, der Untertitel sagt es schon: Dies ist kein Nachschlagewerk f&#252;r Hobby-Angler.  Die Molekularbiologin Pelzer-Reith hat allerlei Wissenswertes &#252;ber den gr&#246;&#223;ten  Lebensraum unseres Planeten zusammengetragen &#8211; und zeigt einmal mehr, wie wenig wir bis heute &#252;ber dieses &#214;kosystem wissen.</p>
<p><span id="more-433"></span></p>
<p>Wir waren auf dem Mond, wir haben den Mars erforscht, selbst ins Innere der Erde haben wir kilometertief hineingeschaut. Nur die Tiefsee ist uns noch v&#246;llig unbekannt. Nehmen wir die Schlagzeilen vor ein paar Wochen, als Fischern die Reste von Riesenkalamaren ins Netz gingen.</p>
<p>Molekularbiologin Pelzer-Reith erz&#228;hlt die Legenden &#252;ber den &#8220;Schrecken von Messina&#8221;. Die gefr&#228;&#223;igen Giganten haben die Fantasie der Menschen immer wieder besch&#228;ftigt, ebenso wie der Pottwal, dem im grandiosen &#8220;Moby Dick&#8221; ein Denkmal gesetzt wurde.</p>
<p>Die Tiefsee ist dunkel, aber sie ist alles andere als durchg&#228;ngig eiskalt. Nehmen wir die &#8220;Black Smokers&#8221; in der N&#228;he der Galapagosinseln. Zweieinahalb Kilometer tief str&#246;mt aus dem Boden kochendhei&#223;es Wasser und hat einen faszinierenden Lebensraum geschaffen.</p>
<p>Genau entgegengesetzt sind die Bedingungen in den &#8220;Brine-Becken&#8221; im &#246;stlichen Mittelmeer. Aufgrund  besonderer geologischer Umst&#228;nde  ist der Salzgehalt des Meeres  so hoch, dass dort nichts lebt, wie die 52-J&#228;hrige  Wissenschaftlerin schreibt.</p>
<p>In vielen kurzen Episoden erz&#228;hlt sie Geschichten vom Meer. Es geht um die Purpurgewinnung und um die Kauris-Meeresschnecken, die jahrhundertlang in Afrika als Geld genutzt wurden.  Und nicht zu vergessen die Seegurke, die als Delikatesse in Asien sehr gesch&#228;tzt wird.</p>
<p>&#8220;Venus, Schildpatt, Knallgarnele&#8221; ist ein buntes Potpourri, voller Details, die man nicht wissen muss, aber wom&#246;glich wissen m&#246;chte. Sprachlichen &#220;berschwang kann man der Autorin allerdings nicht unterstellen.</p>
<p>Bewertung: ****</p>
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		<title>Kleiner als klein geht fast nicht mehr</title>
		<link>http://www.lesenblog.de/2008/04/21/kleiner-als-klein-geht-fast-nicht-mehr/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Apr 2008 05:38:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Kenneth W. Ford &#8220;Wie klein ist klein?&#8221;, 397 Seiten, 19,90 €, Ullstein, ISBN: 978-3550087158; Wie klein ist klein, und das auch noch ganz klein als Titel f&#252;r dieses Buch? Die Quantentheorie hat l&#228;ngst die Expertenebene verlassen. Alle reden vom Quantensprung und von Unsch&#228;rferelation, aber wer wei&#223; wirklich, um was es geht? Kenneth W. Ford jedenfalls [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Kenneth W. Ford &#8220;Wie klein ist klein?&#8221;, 397 Seiten, 19,90 €, Ullstein, ISBN: 978-3550087158; </em></p>
<p><a title="klein-klein.gif" href="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/03/klein-klein.gif"><img src="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/03/klein-klein.thumbnail.gif" alt="klein-klein.gif" /></a></p>
<p>Wie klein ist klein, und das auch noch ganz klein als Titel f&#252;r dieses Buch? Die Quantentheorie hat l&#228;ngst die Expertenebene verlassen. Alle reden vom Quantensprung und von Unsch&#228;rferelation, aber wer wei&#223; wirklich, um was es geht? Kenneth W. Ford jedenfalls ist ein guter Lehrer. Ob danach jeder versteht, um was es in der Welt der kleinsten Teilchen geht, darf indes trotz guten Willens bezweifelt werden.</p>
<p><span id="more-423"></span></p>
<p>Welle oder Teilchen, an dieser Kardinalsfrage schieden sich jahrezehntelang die Wissenschaftler. Welle oder Teilchen, heute ist l&#228;ngst klar, dass es da kein Entweder-Oder geben muss, sondern ein Sowohl-als-auch die Antwort ist. Bestes Beispiel ist das Licht: Photonen haben die Eigenschaften von Wellen und von Teilchen.</p>
<p>Was Werner Heisenberg vor 80 Jahren erkannte und gegen den Widerspruch Einsteins erforschte, ist heute Standardwissen. Wir reden von Quarks als den Teilchen aus denen die Atom-Bestandteile Elektronen, Protonen und Neutronen bestehen, von Leptonen und Bosonen, den Komponenten der Quarks.</p>
<p>Die Quantenphysik ist die Physik des sehr Kleinen. Das Thema l&#228;sst sich aus der Warte des  theoretischen Physikers sehen oder von der Ebene des Experimentalphysikers. Ford bedient sich der letzteren und ist damit n&#228;her an der Wahrnehmung als an der Formel. Und trotzdem ist sein Buch keine leichte Lekt&#252;re. Neben dem Interesse f&#252;r das Thema ist eine gewisse Aufgeschlossenheit f&#252;r den theoretischen Unterbau zum Verst&#228;ndnis unabdingbar.</p>
<p>Der &#8220;Blick unter die Oberfl&#228;che&#8221;, wie&#8217;s im Klappentext hei&#223;t, wird nicht jedem gelingen.</p>
<p>Bewertung: ***</p>
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		<title>Vom Abschied der absoluten Pr&#228;zision</title>
		<link>http://www.lesenblog.de/2008/04/05/411/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Apr 2008 05:21:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Naturwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[David Lindley, &#8220;Die Unbestimmbarkeit der Welt&#8221;, 302 Seiten, 19,95 €, DVA, ISBN: 978-3421042958; Auf der einen Seite stand Heisenberg mit seiner Unsch&#228;rferelation, auf der anderen Einstein mit der Relativit&#228;tstheorie. 80 Jahre ist das nun her, und heute wei&#223; man, beide hatten Recht &#8211; auch wenn sich die Theorien augenscheinlich widersprechen. &#220;ber die Hintergr&#252;nde berichtet der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>David Lindley, &#8220;Die Unbestimmbarkeit der Welt&#8221;, 302 Seiten, 19,95 €, DVA, ISBN: 978-3421042958;</em></p>
<p><a title="lindley.gif" href="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/03/lindley.gif"><img src="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/03/lindley.thumbnail.gif" alt="lindley.gif" /></a></p>
<p>Auf der einen Seite stand Heisenberg mit seiner Unsch&#228;rferelation, auf der anderen Einstein mit der Relativit&#228;tstheorie. 80 Jahre ist das nun her, und heute wei&#223; man, beide hatten Recht &#8211; auch wenn sich die Theorien augenscheinlich widersprechen. &#220;ber die Hintergr&#252;nde berichtet der Physiker und Journalist David Lindley in seinem lesenswerten Buch.</p>
<p><span id="more-411"></span></p>
<p>22 Jahre nachdem Albert Einstein seine Spezielle Relativit&#228;tstheorie (E=mc2) ver&#246;ffentlicht hatte, entwickelte der gerade mal 25-j&#228;hrige Physikprofessor Werner Heisenberg die Unsch&#228;rferelation als ein wesentliches Element der so genannten Quantenmechanik. Er wies nach, dass sich bei den kleinsten Teilen zwei wichtige Gr&#246;&#223;en wie Zeit und Energie nicht gleichzeitig messen lassen.</p>
<p>Jeser Messvorgang beinflusst obendrein das Messobjekt, was Exaktheit zur Fiktion macht. Eine Vorstellung, die beispielsweise Albert Einstein, mit dem Heisenberg lange in Kontakt war, vehement ablehnte. Der 16 Jahre &#228;ltere, d&#228;nische Kollege Niels Bohr, Erfinder des Bohrschen Atommodells, hingegen erkannte die Tragweite der Theorien Heisenbergs.</p>
<p>Die 1920er Jahre waren eine ungeheuer spannende Zeit f&#252;r die Physik. Eine Entdeckung nach der anderen revolutionierte die Vorstellungen &#252;ber die Welt, die uns umgibt. Heisenberg markierte indes einen Bruch. Erstmals in dieser Forscher-Euphorie machte er klar, dass es Grenzen des genauen Erkennens gibt.</p>
<p>David Lindley, studierter Astrophysiker und nun Wissenschafts-Journalist, hat die Debatten dieser Zeit, den Wissenschaftler-Streit und die Schlussfolgerungen daraus, in seinem faszinierenden Buch wiedergegeben. Sein gro&#223;es Verdienst ist freilich, dass diese Forschungsgeschichte auch von Laien lesbar ist. Allzu tief steigt der Autor nicht in Formeln und Ableitungen ein.</p>
<p>So spannend kann Wissenschaft sein.</p>
<p>Bewertung: ****</p>
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