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	<title>Lauter Lesenswertes &#187; Gedichte</title>
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	<description>Neue und nicht mehr ganz neue Bücher</description>
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		<title>Ein Polt f&#252;r alle Lebenslagen</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Dec 2008 03:43:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erzählungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerhard Polt &#8220;Abfent, Abfent!&#8221;, 64 Seiten, 7,90 €, Kein &#38; Aber, ISBN: 978-3036952550; Die N&#228;chte sind lang, drau&#223;en ist&#8217;s kalt und ungem&#252;tlich, im Holzofen knistern die Scheite &#8211; was gibt es da Sch&#246;neres, als im gem&#252;tlichen Sessel zu sitzen, die Lieben um sich zu sammeln und Geschichten von Gerhard Polt vorzulesen. Vor allem die besinnlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Gerhard Polt &#8220;Abfent, Abfent!&#8221;, 64 Seiten, 7,90 €, Kein &amp; Aber, ISBN: 978-3036952550;</em></p>
<p><a href="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/09/polt-1.gif"><img class="alignnone size-medium wp-image-1095" title="polt-1" src="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/09/polt-1-184x300.gif" alt="" width="68" height="112" /></a></p>
<p>Die N&#228;chte sind lang, drau&#223;en ist&#8217;s kalt und ungem&#252;tlich, im Holzofen knistern die Scheite &#8211; was gibt es da Sch&#246;neres, als im gem&#252;tlichen Sessel zu sitzen, die Lieben um sich zu sammeln und Geschichten von Gerhard Polt vorzulesen. Vor allem die besinnlichen in &#8220;Abfent, Abfent!&#8221;.</p>
<p><span id="more-1094"></span></p>
<p><em>&#8220;Nikolausi &#8230;&#8221;</em> , der unvergleichliche Dialog zwischen Vater und Sohn, oder auch das Mehrpersonenst&#252;ck <em>&#8220;St. Nikolaus&#8221; </em>, mit den Erlebnissen des &#8220;Heiligen&#8221; beim Familienbesuch in der Trabantenstadt: Rocker treten auf und eine ganz normale Familie, die Klingers.</p>
<p>Einige der 15 Geschichten, die aus den vergangenen 25 Jahren stammen, wirken nur mit diesem unvergleichlichen Polt-Flair, bei anderen lacht man auch beim Lesen laut auf. Und eins ist &#8211; wie immer bei Polt &#8211; Voraussetzung zum Genie&#223;en: Sympathie f&#252;r f&#252;r die bayerische Lebensart. Dazu geh&#246;rt nat&#252;rlich auch das Wissen darum, dass die Weihnachtszeit in Bayern erst mit dem Fasching endet.</p>
<p>Ein wunderbares B&#252;chlein.</p>
<p>Bewertung: ****</p>
<p>Und noch eine Zugabe:</p>
<p><em>Gerhard Polt &#8220;Apokalypsen&#8221;, CD, 67 Minuten, 16,90 €, Kein &amp; Aber, ISBN: 978-3036912448;</em></p>
<p><a href="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/11/apokalypsen.gif"><img class="alignnone size-medium wp-image-2102" title="apokalypsen" src="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/11/apokalypsen-292x300.gif" alt="" width="84" height="87" /></a></p>
<p>Das Neueste vom Polt: Neun St&#252;cke, neun Universen. Der Alleinunterhaltung nimmt mit gro&#223;er Brillanz Otto Normalb&#252;rger aufs Korn, entlarvt die allt&#228;glichen Widerspr&#252;che: <em>&#8220;Keiner soll daherkommen und behaupten, dass man bei uns gezwungen ist, eine Minderheit zu sein. Jeder hat das Recht, sich einer Mehrheit anzuschlie&#223;en.&#8221;</em></p>
<p>Polts Humor hat sich mit den Jahren ver&#228;ndert: Weniger b&#246;sartig, weniger Kalauer, daf&#252;r pointierter und hintergr&#252;ndiger, ja fast schon philosophisch. Da kommt kein ungeschoren davon, nicht einmal der Vatikan. Und wenn Ihnen an manchen Stellen das Lachen im Hals stecken bleibt, wundern Sie sich nicht. Es geht uns allen so.</p>
<p>Bewertung: nochmal ***** &#8211; weil&#8217;s so sch&#246;n ist</p>
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		<title>Gedichtswelt eines verfolgten Nationalpoeten</title>
		<link>http://www.lesenblog.de/2008/07/22/hikmet/</link>
		<comments>http://www.lesenblog.de/2008/07/22/hikmet/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 03:14:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>

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		<description><![CDATA[Nâzim Hikmet &#8220;Die Namen der Sehnsucht&#8221;, 220 Seiten, 29,90 €, Ammann, ISBN: 978-3250104407; Ein wundersch&#246;nes Buch &#8211; wie man es vom Schweizer Verlag Ammann kennt, liebevoll editiert und zweisprachig, die Gedichte des t&#252;rkischen Nationaldichters Nâzim Hikmet. Sie stehen f&#252;r die moderne T&#252;rkei. In der &#220;bersetzung von Gisela Kraft entwickeln sie eine nahezu magische Energie. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Nâzim Hikmet &#8220;Die Namen der Sehnsucht&#8221;, 220 Seiten, 29,90 €, Ammann, ISBN: 978-3250104407; </em></p>
<p><a href="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/07/hikmet.gif"><img class="alignnone size-medium wp-image-585" title="hikmet" src="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/07/hikmet-189x300.gif" alt="" width="82" height="131" /></a></p>
<p>Ein wundersch&#246;nes Buch &#8211; wie man es vom Schweizer Verlag Ammann kennt, liebevoll editiert und zweisprachig, die Gedichte des t&#252;rkischen Nationaldichters Nâzim Hikmet. Sie stehen f&#252;r die moderne T&#252;rkei. In der &#220;bersetzung von Gisela Kraft entwickeln sie eine nahezu magische Energie.</p>
<p><span id="more-584"></span></p>
<p>Die Auswahl der Gedichte ist eine Reise zu den Lebensstationen Hikmets: vom zarten Deb&#252;t des Elfj&#228;hrigen aus Istanbul bis hin zur ironischen Skepsis im Moskauer Exil. Sie vollzieht seinen k&#252;nstlerischen Werdegang nach und zeigt den Dichter in allen seinen Wandlungen: als Liebenden und Freund, als K&#228;mpfer und Agitator, als Romantiker und avantgardistischen Sprachspieler. Hikmets Ton ist mal zweifelnd, verzweifelnd, mal ma&#223;los mutig, mal lakonisch komisch &#8211; aber immer voll poetischer Intensit&#228;t.</p>
<p>Hikmet, wie er sich nach der t&#252;rkischen Staatsgr&#252;ndung (als jeder B&#252;rger einen Nachnamen haben muss) in Anlehnung an seinen geliebten Vater nennt, ist ein Kind des osmanischen Reiches. Die Vorfahren sind zum Teil polnischer und deutscher Abstammung, ein Urgrossvater m&#252;tterlicherseits war der als Karl Detroit in Brandenburg geborene Generalstabschef der osmanischen Armee, Mehmed Ali Pascha.</p>
<p>Im t&#252;rkischen Befreiungskampf 1921 fl&#252;chtet Hikmet aus Istanbul nach Anatolien und lernt dort das Leben der einfachen Menschen kennen. Er studiert in Moskau, kehrt zur&#252;ck und wird Mitglied der verbotenen Kommunistischen Partei der T&#252;rkei. Er wird inhaftiert, er geht zur&#252;ck nach Moskau. 1938 wird er zu 28 Jahren Haft verurteilt und kommt erst 1950 endg&#252;ltig frei. Seine letzten Jahre verbringt er in Moskau. In seiner Heimat wird er zum Nationalhelden.</p>
<p>&#8220;Nâzim Hikmet hat es trotz Verfolgung, Publikationsverbot und Exil geschafft, die t&#252;rkische Literatur nachhaltig zu pr&#228;gen. Dazu geh&#246;rt es, dass er die osmanische Versform &#252;berwindet und vielf&#228;ltige (vor allem sowjetische) Einfl&#252;sse der Moderne aufnimmt. Dabei dr&#252;ckt er neben einem sozialrevolution&#228;ren Pathos immer auch eine Heimatverbundenheit mit dem einfachen Volk und zugleich eine Ablehnung jedes romantisierenden Orientalismus aus.&#8221; (Wikipedia)</p>
<p><span style="font-size: small; font-family: Times New Roman; color: #000000;"><em>Leben wie ein Baum<br />
einzeln und frei<br />
und br&#252;derlich<br />
wie ein Wald<br />
das ist unsere Sehnsucht</em></span></p>
<p>Nâzim Hikmets Gedichte ins Deutsche zu &#252;bersetzen, ist schwer. Das T&#252;rkische ist fremdartig, gehorcht in Syntax und Grammatik ganz anderen Regeln. Gisela Kraft ist eine Nachdichtung gelungen, die aus Hikmets Lyrik etwas Neues macht. Den Charakter der Gedichte hat sie erhalten, deren Emotionalit&#228;t. Das ist die wahre Kunst.</p>
<p>Bewertung: *****</p>
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		<title>Die Leiden eines traurigen, verr&#252;ckten Ingenieurs</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 05:23:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hanna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>

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		<description><![CDATA[Fernando Pessoa, &#8220;Álvaro de Campos &#8211; Poesia&#8221;, 774 Seiten, 69,90 €, Ammann-Verlag, ISBN: 978-3250104544; &#8220;Am Ende allen Schlafens. Am Ende wovon? Am Ende alles Scheinbaren &#8230; Dieses kleine provinzielle Universum zwischen den Gestirnen, Dieses winzige Dorf des Raumes, und nicht nur des sichtbaren Raumes, sondern des totalen Raumes. Er war der Urvater der modernen portugiesischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Fernando Pessoa, &#8220;Álvaro de Campos &#8211; Poesia&#8221;, 774 Seiten, 69,90 €,  Ammann-Verlag, ISBN: 978-3250104544; </em></p>
<p><a href="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/02/pessoa.gif" title="pessoa.gif"><img src="http://www.lesenblog.de/wp-content/uploads/2008/02/pessoa.thumbnail.gif" alt="pessoa.gif" /></a></p>
<p><em>&#8220;Am Ende allen Schlafens.</em><br />
<em>Am Ende wovon?<br />
Am Ende alles Scheinbaren &#8230;<br />
Dieses kleine provinzielle Universum zwischen den Gestirnen,<br />
Dieses winzige Dorf des Raumes,<br />
und nicht nur des sichtbaren Raumes, sondern des totalen Raumes.</em></p>
<p><span id="more-319"></span></p>
<p>Er war der Urvater der modernen portugiesischen Literatur, Alberto di Pessoa, tragischer Dichter, gestorben 1935 in Lissabon, als einsamer, psychisch-kranker, vom Alkohol zerst&#246;rter Mann. Geblieben ist seine Kunst.</p>
<p>Álvaro de Campos ist eines der wichtigsten Heteronyme Pessoas, eine andere Form seines Ichs, jemand, &#252;ber den er, mit der er kommunizierte.&#8221;Geboren&#8221; wurde Campos, der &#8220;verr&#252;ckte Ingenieur&#8221;, am 8. M&#228;rz 1914.</p>
<p><em>Die Freiheit, ja, die Freiheit!<br />
Die wahre Freiheit! […]<br />
Was ist geworden aus dem, der ich gewesen sein muss?<br />
Und au&#223;er diesem Verlangen nach Freiheit und Gutem und Luft,<br />
was ist geworden aus mir?</em></p>
<p>Die Gedichte, in denen Pessoa seinen Campos sein Leben erz&#228;hlen l&#228;sst, sind tief traurig, fast autistisch, Dokumente von Sehnsucht und Verzweiflung. Der schweizerische Ammann-Verlag, der in anerkennenswerter Weise das Gesamtwerk des bemerkenswerten Fernando António Nogueira Pessoa wiederentdeckt hat, hat auch diesen Band zweisprachig, portugiesisch und deutsch, ver&#246;ffentlicht.</p>
<p>Bemerkenswert ist die schlichte, wortgetreue (Neu-)&#220;bersetzung von In&#233;s Koelbel, die jenen, die sich aus den Gedichten allein kein Bild von Álvaro de Campos machen k&#246;nnen, in ihrem Nachwort kurz dessen Lebensgeschichte erz&#228;hlen. Er war ein Technik begeisterter Schiffsbauingenieur, weit gereist und ausgebildet in Glasgow, der sich zum Schreiben nach Lissabon zur&#252;ckzog.</p>
<p>Ganz ehrlich: ein wundervolles Buch, ein Buch f&#252;r Freaks.</p>
<p>Bewertung: *****</p>
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