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Archiv für die 'Familie' Kategorie

Das Sterben der kleinen Chiara

Elisabeth Zahnd Legnazzi „Chiara – Eine Reise ins Licht“, 160 Seiten, 29,90 €, Scheidegger & Spiess, ISBN: 978-3858812384;

Chiara

Was gibt es Schlimmeres im Leben als der Tod des eigenen Kindes? Chiara ist fünf Jahre alt, als ihre Eltern die Diagnose erfahren: Ein inoperabler Hirntumor, sieht hat nur noch ein paar Monate zu leben. Die Fotografin Elisabeth Zahnd Legnazzi hat das Sterben ihrer Tochter dokumentiert – in bewegenden Bildern. Der Tod als Ode ans Leben.

Linda Jarosch/Anselm Grün „Königin und wilde Frau“, 194 Seiten, 16,90 €, Vier Türme, ISBN: 978-3878682929;

gruen

Die Frau als Königin, als wilde Frau – ist das die Vollendung der Frauenbewegung? Nein, es geht um die Bibel, um Spiritualität und Selbstverwirklichung.   Autor Anselm Grün (64) ist so etwas wie ein Popstar der Kirche. Der Cellerar der Benediktinerabtei Münsterschwarzach ist der meist gelesene christliche Autor. Co-Autorin Linda Jarosch ist seine leibliche Schwester.

Dr. Ruth K. Westheimer „Silver Sex – Wie Sie Ihre Liebe lustvoll genießen“, 256 Seiten, 19,90 €, Campus, ISBN: 978-3593382715;

Ging es Euch auch immer so? Dass die Eltern tatsächlich Sex haben, das konnte ich mir nicht vorstellen. Erschien mir auch immer irgendwie ekelig. Und nun bin ich selber alt. Naja, fast schon alt. Wann beginnt Alter? Immerhin werden die Alten immer jünger, und Sexpertin Dr. Ruth ist stattliche 80.

Bernhard Bueb „Von der Pflicht zu führen“, 176 Seiten, 18 €, Ullstein, ISBN: 978-3550087189;

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Erziehungsratgeber haben das Zeug zum Bestseller. Warum? Weil der mediale Overkill uns Eltern immer mehr zu Verwirrten macht, die nicht mehr wissen, wo’s lang geht. Bernhard Bueb, der 30 Jahre lang das Elite-Internat Salem leitete, liegt mit seiner Forderung nach Disziplin und Führung auch nicht richtig.

Ayse Önal „Warum tötet ihr?“ , 336 Seiten, 18,90 €, Droemer, ISBN: 978-3426274736;

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Naja, langsam nervt es schon. Wieder ein Buch über die mittelalterliche türkisch-kurdische Stammesgesellschaft, die so genannte Ehrenmorde an Frauen aus angeblichen religiösen Gründen fördert. Schlimm, dass es so ist. Schlimm aber auch, dass das westliche deutsche Bild von der Türkei zunehmend durch dieses Exzesse geprägt wird.

Susan Pinker „Das Geschlechterparadox – Über begabte Mädchen, schwierige Jungs und den wahren Unterschied zwischen Männern und Frauen“, 400 Seiten, 17,95 €, DVA, ISBN: 978-3421043610;

Das Thema „Begabte Mädchen, schwierige Jungs“ (Untertitel) ist so angesagt, wie es nur sein kann. Das Magazin „Spiegel“ widmete dem „Geschlechterparadox“ im Herbst sogar eine Titelgeschichte und Susan Pinker war die Kronzeugin. Mehr Verkaufsförderung ist kaum möglich.

Olaf Jacobsen „Ich stehe nicht mehr zur Verfügung“, 264 Seiten, 12,90 €, Windpferd, ISBN: 978-3893855384;

Der Mensch als soziales Wesen. Klingt gut, kann aber furchtbar belastend sein, vor allem für uns Frauen. Nur allzu gern übernehmen wir Verantwortung für unsere Mitmenschen, benehmen uns so, dass es ihnen ja an nichts fehlt. Und das Ende vom Lied: Wir kommen selbst zurück. Darum: „Ich stehe nicht mehr zur Verfügung.“

Matthias A. Exl „Befreie Dich selbst – Über die Kunst, wahrhaftig zu leben“, 250 Seiten, 16,95 €, Mankau, ISBN: 978-3938396193;

„Jeder hat sein eigen Glück unter den Händen, wie der Künstler eine rohe Materie, die er zu einer Gestalt umbilden will. Aber es ist mit dieser Kunst wie mit allem; nur die Fähigkeit wird uns angeboren, sie will gelernt und sorgfältig ausgeübt sein.“Der Österreicher Matthias A. Exl hält sich an Goethe, wenn er erklären will, dass jeder von uns sein Schicksal selbst in Händen hält.

Hatice Akyün „Ali zum Dessert – Leben in einer neuen Welt“, 220 Seiten, 18,95 €, Goldmann, ISBN: 978-3442311477;

„Im Herzen bin ich eine Türkin, im Geiste eine Deutsche“ – Hatice Akyün ist eine von rund drei Millionen Deutschländern, türkischstämmige Deutsche. Das eine nicht und das andere nicht oder doch beides. In ihrem zweiten Roman verliebt sich Hatice in Ali, obwohl sie doch unbedingt einen Hans wollte.

Susanne Hühn „Die Heilung des inneren Kindes“, 254 Seiten, 12,95 €, Schirner, ISBN: 978-3897673373;

Ihr inneres Kind kennen die meisten von uns nicht. Es verhält sich verreckt: Es sagt nichts, aber es beeinflusst unser Gefühlsleben ganz stark, wie wir in welcher Situation reagieren, ob wir uns anerkannt fühlen oder abgelehnt. Je mehr wir Frieden finden mit unserem inneren Kind, umso besser bewältigen wir unser Leben.

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