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Archiv für die 'Bildband' Kategorie

Mahner mit Kamera

Olaf Otto Becker „Reading the Landscape“, 160 Seiten, HatjeCantz, 68 €, ISBN: 978-3775738545;

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Olaf Otto Becker ist so etwas das Gewissen der Umwelt weltweit, einer Mahner mit der Kamera, ein Fotograf, der mit unglaublich viel Mühe zeigt, wie der Mensch seine Lebensgrundlagen zerstört. Das tat er vor fünf Jahren, als er zeigte, wie in Grönland die Gletscher schmelzen („Above Zero“) und nun mit seinem neuesten Fotoband wieder.

Thomas Bleitner „Frauen der 1920er Jahre: Glamour, Stil, Avantgarde“, 192 Seiten, Elisabeth Sandmann, 38 €, ISBN: 978-3938045862;

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Kein Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts regt bis heute die Fantasie so sehr an wie die 1920er Jahre. Die „Roaring Twenties“, die Zeit der Partys, der Völlerei, des Aufbruchs nach Erstem Weltkrieg und der Überwindung der alten Gesellschaftsordnungen. Frauen spielten bei dieser gesellschaftlichen Revolution eine besondere Rolle, wie dieser Bildband deutlich macht.

Elisabeth Angermair  (Hrsg.) „München im 19. Jahrhundert: Frühe Photographien 1850 bis 1914“, 200 Seiten, Schirmer Mosel, 49,80 €, ISBN: 978-3829606547;

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Wer München mag, wird auch dieses Buch mögen – auch wenn München darin kaum wieder zu erkennen ist. Immerhin sind viele der Fotos über 150 Jahre alt. Da war der Märchenkönig Ludwig II gerade mal in der Grundschule.

Susanne Oswald „Ein Garten für die Seele: Die schönsten Gartenideen für Körper und Geist“, 176 Seiten, Callwey, 39,95 €, ISBN: 978-3766721174;

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Der Garten als Rückzugsort hat Konjunktur und damit auch das Gartenbuch. Dieses hier hat immerhin einen eigenen Ansatz. Heilpraktikerin Susanne Oswald präsentiert zehn Themengärten und erklärt, wie sich diese auf die fünf Sinne auswirken – und das ganze, wie bei Callwey gewohnt, garniert mit erstklassigen Fotos.

Henriette Schroeder „Ein Hauch von Lippenstift für die Würde: Weiblichkeit in Zeiten größter Not“, 160 Seiten, Elisabeth Sandmann, 24,95 €, ISBN: 978-3938045916;

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Würde in Zeiten von Krieg und Verfolgung. Ob die Journalistin Henriette Schroeder wohl geahnt hatte, dass ihr Buch über ein Jahr nach Erscheinen so aktuell sein würde. In einer Zeit, in der täglich Tausende aus Bürgerkriegsländern nach Europa fliehen, wird Weiblichkeit hochgehalten. Zu Recht und absolut gerechtfertigt.

Yves Saint Laurent „Icons of Fashion Design“, 232 Seiten, Schirmer Mosel, 29,80 €, ISBN: 978-3829604710;

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Kein neues Buch, nein, dieses Standwerk über den berühmten französischen Designer ist schon mehr als 20 Jahre alt – aber immer noch aktuell. Deshalb hat es Schirmer Mosel in einer neuen Auflage wieder veröffentlicht – in einem handlicheren Format als bisher.

Serge Gleizes „Die Welt von Ladurée Paris“, 184 Seiten, Gerstenberg, 45 €, ISBN: 978-3836927949;

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Dieses Buch ist ein Geschenk für Frauen. Für Frauen, die es gerne romantisch mögen, Süßes nicht verachten und auf entschleunigten Genuss stehen. Es gibt viel zu gucken, ein bisschen was zu lesen und vor allem was zum Basteln.

Was Fotografie faszinierend macht

Bank Austria (Hrsg.) „Fotografie im Fokus – Die Sammlung“, 240 Seiten, Hirmer, 39,90 €, ISBN: 978-3777421520;

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Wer sich von Grund auf für Fotografie interessiert, kommt an diesem Ausstellungsband nicht vorbei. Präsentiert wird ein Rundgang durch 140 Jahre Fotografie mit Bildern der einst stilbildendsten Fotografen der Welt – von Man Ray bis Diane Arbus.

Jürgen Hohmuth „Berlin aus halber Höhe“, 128 Seiten, Edition Braus, 49,95 €, ISBN: 978-3862280933;

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Wer Berlin mag, wird dieses Buch lieben. „Berlin aus halber Höhe“, das sind keine Luftbilder, aber Fotos, die aus einer Höhe gemacht worden sind, die viele unbekannte Details erkennen lassen. Der Fotograf Jürgen Hohmuth verwendete dafür keine Drohne, sondern einen Zeppelin, den er an einem Kabel hängen lässt und somit exakt zu den passenden Orten steuern kann. Seit 15 Jahren schon ist Hohmuth (zeitort.de) dafüpr in Berlin unterwegs. Der Vorteil gegenüber der Drohne. Der Ballon trägt auch eine ausgewachsene Spiegelreflex-Kamera.

Die Armut ist greifbar

Sabine Krüger/Heinrich Kuhn „Armutszeugnisse – West-Berlin vor der Stadterneuerung in den sechziger Jahren“, 112 Seiten, 29,95 €, Edition Braus, ISBN: 978-3862280896;

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In meiner Jugend, in den 80er Jahren galt Berlin als megacool. Viele billige Wohnungen, Altbauten unsaniert und Neubauten mit Komfort. Dass dies – vor allem die Neubauten – Ergebnis eines großen Plans waren, der vor über 50 Jahren vom damaligen Regierenden Bürgermeister Willy Brandt ausgedacht wurde, war mir neu, bis zu diesem Buch.

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